Sprachliche Seltsamkeiten

Was ist der Unterschied zwischen diesen beiden:

  • in Zahlung nehmen
  • in Kauf nehmen

Sprachlich steckt da doch eigentlich das Gleiche drunter. Das eine bedeutet, bei einem Verkauf als Gegenleistung nicht nur Bares, sondern auch Gegenstände zu erhalten (beim Verkauf eines Neuwagens den Gebrauchten in Zahlung nehmen). Das andere bedeutet im geläufigen übertragenen Sinne, bei einer Handlung einen Nachteil zu erdulden. Also vom Leben nicht nur Bares zu bekommen …

Noch eins:

  • Wir sind über den Berg!
  • Wir haben die Talsohle durchschritten!

Obwohl das eine Bild das Gegenteil vom anderen „zeigt“, ist die Bedeutung die Gleiche: „Wir haben das Schlimmste hinter uns!“

Sprache ist was seltsames!

 

Gebühren geht über Studieren

So, erwartungsgemäß hat das BundesVerfG dem Bund wieder mal eine auf die Finger gegeben, weil er sich in Länderangelegenheiten eingemischt hat. (Und nein, liebe Nachrichtenmenschen beim Rundfunk, das Gericht hat die Studiengebühren nicht genehmigt, sondern dem Bund verboten, sie zu verbieten. Das ist ein feiner Unterschied, der eine halbe Minute in den Nachrichten wert wäre.

Klar, dass die klageführenden CDU-Länder sich über ihren Sieg freuen. Schön wäre es, wenn sie dabei nicht den Eindruck erwecken wollten, das wäre alles zum Besten der Studierenden. Sie sagen zwar, dass die zusätzlichen Einnahmen den Hochschulen zu Gute kommen werden. Was passieren wird ist aber, dass für den eingenommenen Betrag an anderer Stelle aus dem Bildungshaushalt gestrichen wird. Es gibt keine Einnahmen-Ausgaben-Kopplung in öffentlichen Haushalten – auch wenn das immer wieder suggeriert wird.

Kurzum, niemand hat die CDU-Länder bisher davon abgehalten, ihre Hochschulen mit mehr Geld auszustatten.

Übrigens, so ganz schlimm ist der Bund ja nicht, schließlich managt er ja die BundesAusbildungsFörderung (BAFöG) – und die könnte ja für BAFöG-berechtigte Studis die Studiengebühren übernehmen … das ist dann keine Einmischung des Bundes.

Vor dem Hintergrund, dass die Föderalismus-Kommision am Ende an der Finanzierung des Hochschulwesens „gescheitert wurde“, empfehle ich der Bundesregierung konsquent zu sein. Kommission wieder einberufen, die ganze Hochschulsache den Ländern abtreten und das BAFöG noch dazu.

Klarheit bei Kompetenz und Verantwortung ist eines der wenigen Dinge, die wir aus dieser Entscheidung erhoffen können. Damit uns nächstes Mal die Entscheidung leichter fällt, wer unsere Stimme bekommt.

 

JDO ist tot, lang lebe JDO

EJB Container Managed Persistence hat einen schlechten Ruf. Der neue Standard für die Konkurrenz-Technik Java Data Objects 2.0 wurde heute niedergestimmt. Zum Ausgleich sieht es so aus, als ob JDO durch die Hintertür gleich wieder reinkommt:

Richard Monson-Haefel: The death knell: The JCP EC rejects JDO 2.0: „Right now it makes more sense to use JDO or Hibernate than it does to use EJB 2.0/2.1 container-managed persistence. Why? Well, with EJB 3.0 the programming model moves away from EJB CMP and toward the JDO and Hibernate models. So, if you want a smooth transition to EJB 3.0 POJO persistence in the future, then you’re better off using JDO or Hibernate now rather than EJB 2.0/2.1 CMP.“

 

Wer covert was

Die WebSite Second Hand Songs führt ein Archiv entstellter Musik von Cover-Versionen. Die Datenbank zeigt zu Interpreten, was sie alles original gesungen und was sie gecovert haben, zu einem Song zeigt sie, wer ihn alles gesungen hat und wann.

Die Datenbank gibt leider keine Antwort auf das drängende „Warum? Warum nur?!“