Alt ist auch falsch

Während sich die föderale Grundordnung der Bundesrepublik mit der länderweise um sich oder eben nicht um sich greifenden (da, ich habe es getan!) lächerlich macht, liest sich die Gegenkultur auch nicht besser. Da verweist man stolz darauf, dass man der alten Rechtschreibung treu bleibt. Und vergisst dabei, dass die Rechtschreibung sich schon immer gewandelt hat.

Während also die einen uns in jene Richtung zerren, die sie als vorne betrachten, wollen die anderen dort verharren, wo sie ihre gefühlte Rechtschreibung vermuten. Es mag üble Nachrede sein, ihnen die ein oder andere Abweichung vom Duden in den Grenzen von 1997 zu unterstellen oder gar nachzuweisen.

Summa summarum: Die neuen Regeln enthalten einige Klarstellungen und Vereinfachungen, die sich im schreibenden Volke einbürgern werden. Der ganze Rest, um den gestritten wird, wird sich in amtlichen Schreiben eine Nische schaffen – und die waren, gleich in welcher Schreibung, noch selten ein Musterbeispiel an Verständlichkeit. Aber Aktien eines Schulbuchverlages zu kaufen, das kann ich mir langsam nicht mehr verkneifen.

Felix führt durch seine Bildergalerie scheint mir das Wichtigste in Kürze zu sein.

 

Andreas