Die eventuell künftige Steuerpolitikvision im Beispiel

Statler & Waldorf erklären uns, wie die heilige Gerechtigkeit ins Steuersystem Einzug halten können würden wollte, wenn sie gelassen würde. (Weiteres Gewürge dann nach der Wahl.)

Die dümmsten Einwände gegen das Kirchhof-Konzept

Irrtum #2: Das Kirchhof-System ist ungerecht, da die Krankenschwester den gleichen Steuersatz hat wie der Chefarzt.

Nehmen wir mal an, unsere Krankenschwester wäre ein echter sozialer Härtefall. Eine alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern ? der Stoff, aus dem die Mitleid erregenden Geschichten der Sozialpolitiker sind. Da im Kirchhof-System alle Haushaltsmitglieder einen Freibetrag geltend machen können, sind für unsere alleinerziehende Krankenschwester schonmal 24.000 Euro Einkommen völlig steuerfrei. Nehmen wir weiter an, wir hätten es hier mit einer richtig gut bezahlten Krankenschwester zu tun, die mit allen erdenklichen Zulagen 34.000 Euro verdient. Dann versteuert sie also nur 10.000 Euro, zahlt also 2.500 Euro Steuern ? auf ihr lastet ein effektiver Satz von, man höre und staune, 7,36%. Der Chefarzt hingegen wird irgendwo zwischen 23 und 25% liegen.

Wenn mir jetzt noch jemand erklärt, wieso bei diesen Rechnungen ausgelassen wird, dass die Krankenschwester nochmal eine zweite Einkommenssteuer in Form der Sozialbeiträge zu schultern hat, während der Chefarzt hier recht bald von Bemessungsgrenzen profitiert …

Anders gesagt: Wäre es nicht viel gerechter, wenn wir auch bei der Steuer eine Bemessungsgrenze einführten?

 

Ist Ihr Chef ein Psychopath?

FastCompany berichtet über einen Vorschlag eines Polizei-Psychologen, neben Mitarbeitern der Polizei, Feuerwehr und von Atomkraftwerken auch die Chefs großer Unternehmen einem standardisierten Psychotest zu unterziehen.

Is Your Boss a Psychopath?

[…] Then Hare came out with a startling proposal. He said that the recent corporate scandals could have been prevented if CEOs were screened for psychopathic behavior. „Why wouldn’t we want to screen them?“ he asked. „We screen police officers, teachers. Why not people who are going to handle billions of dollars?“[…]

[…] „I always said that if I wasn’t studying psychopaths in prison, I’d do it at the stock exchange.“

[…] Psychopaths succeed in conventional society in large measure because few of us grasp that they are fundamentally different from ourselves. We assume that they, too, care about other people’s feelings. This makes it easier for them to „play“ us. Although they lack empathy, they develop an actor’s expertise in evoking ours. While they don’t care about us, „they have an element of emotional intelligence, of being able to see our emotions very clearly and manipulate them,“ says Michael Maccoby, a psychotherapist who has consulted for major corporations.

[via Cafe au Lait]

 

Neuzugänge in der Handbibliothek

Seit einigen Wochen bin ich regelmäßiger Besucher des Spreeblick-Verlages, deshalb steht spreeblick.com nun rechts in der Handbibliothek. Dann bin ich (über einen Link bei Spreeblick?) auf die Spreepiratin gestoßen, deren Blogging-Stil mir sehr gefällt. Auch sie bekommt nun regelmäßige Besuche von mir. Zuletzt gab es die Wiederkehr der Sehr Großen Orange zu berichten. Alle ehrlichen Blogger haben ja schon kundgeatn, dass ihnen die regelmäßigen Wortmeldungen des Herrn Klein gefehlt haben – nun findet sich der Orangen-Nachfolger mobile konsequenterweise wieder in meiner Blogroll.

 

"Bild zu groß"?

Ich gebe ja zu, dass das UML-Diagramm umfassend und raumgreifend ist, aber im Jahr 2005 will ich solche Fehlermeldungen Das Bild ist zu groß (zu viele Byte) eigentlich nicht mehr sehen, zumindest nicht wegen einer Datei dieser Ausmaße ClientApi (742KB)

 

Ein besseres Wort für "selbstbetitelt"?

Wenn ein Musiker oder eine Band ein Album aufnehmen, schöpfen sie oft ihr ganzes Kreativpotential aus, stecken es in Texte, Melodien, Drums und Basslines – und stehen am Ende erschöpft vor der Frage: „Und? Wie heißt euer neues Album?“ Das ist der Punkt, wo sie dann zusammenbrechen, kapitulieren und sagen: „So wie wir!“

Zum Beispiel: „Portishead“ von Portishead, „Shania Twain“ von Shania Twain oder „Britney“ von Britney Spears. Die anglo-amerikanische Fachjournaille spricht dann von „self-titled“ und das wird dann halt mit „selbstbetitelt“ übersetzt.

„Selbstbetitelt“ kann aber nur bedeuten, dass die Band selbst den Titel herausgesucht hat, es eben nicht jemand anderem überlassen hat, ihr Album zu betiteln. Aber genau dies – selbst einen Titel für das Ding zu finden – ist ihnen nicht gelungen.

„Selbstgemacht“ heißt ja auch nicht, dass man sich selbst gemacht hat.

Gemeint ist, dass die Band das Album „nach sich [der Band] selbst benannt“ hat, und schon diese Formulierung braucht die eingeklammerte Klarstellung. Das selbstbetitelte Album könnte aber auch „sich selbst betitelt haben“. Dann hat das Album aus freier Willenskraft sich selbst seinen Namen herausgesucht. (Hat sowas jemand schon in freier Wildbahn beobachtet?)

Also, bekommen wir denn Sinn in ein Wort gepackt? Mir gelingt es nicht, daher hier ein paar Vorschläge an die Musikredakteure, die leider länger sind als ein Wort:

  • „Das Album heißt wie die Band.“
  • „Für das Album ist der Band kein Titel eingefallen.“
  • „Das nach der Band benannte Album …“

„Bitte gib‘ mir nur ein Wort!“ (Wir sind Helden)

 

WorldWide in Kurzform zurück von unterwegs

Konstantin Klein belebt die Sehr Große Orange wieder, mit einem Moblog.

Na gut, also…

[mobile] ist an eine altbekannte Adresse zurückgekehrt. Der alte Titel wird zum Untertitel, die Werkzeuge sind simpel (aber erstaunlich flexibel!), das Layout ein wenig grausig – und warum das alles?

Der (ehemals?) überzeugte ExpressionEngineer bedient sich bei mobile der gleichen Technik wie ich, nämlich ein Blog bei Blogger, das statische Seiten generiert und auf den eigenen Server per FTP rüberlädt. Einige Vorteile:

  • Als eigener Server reicht ein WebSpace, weder MySQL noch PHP werden gebraucht.
  • Man kann sich von überall her einloggen, ohne etwa den eigenen Server aufbohren zu müssen.
  • Auch Blogger hat das Mail-to-Blog-Feature, man kann einen neuen Blog-Eintrag also per Mail schicken und der Blog-Server veröffentlicht ihn dann sofort.
  • Blogger und Flickr arbeiten zusammen, Bilder können direkt aus Flickr ins Blog.
  • Blogger gehört zu Google, hat Bandbreite und ist umsonst. Da der eigene Server ein billiger Webspace sein kann, spart man Kosten für ein MySQL/PHP-Angebot von Strato, 1und1 usw.

Bisher fehlt’s mir bei Blogger an nichts!

 

Der Heilige Stuhl bei Lidl

Bei Lidl gibt es ein „Papst-Puzzle-Set“: 2 x 1000 Teile . Eines der Motive ist Papst Benedikt, das andere Motiv ist der Vatikanstaat (ist ja auch klein genug, dass er auf 1000 Puzzle-Teile drauf passt).
Kommentar meines Kollegen: „Demnächst gibt es Windeln mit dem Papst drauf. Dann kann man den Heiligen Stuhl persönlich erleben“.

 

In der Nahrungskette der Phische

Ich freu‘ mich schon, diesen neuen Trick meiner eMail-nutzenden Schwiegermutter erklären zu dürfen:

Sind denn heute nur Betrüger unterwegs?

Nur zur Sicherheit, falls das nicht jeder sofort kapiert. Es geht natürlich nicht um eine Heiratsagentur. Auf dem eigenen Konto landen Überweisungen von Konten, deren Zugangsdaten durch Phishing ausgespäht wurden. Es dauert nicht so schrecklich lange, bis die Kontoinhaber den Betrug bemerken und anzeigen. Und wo schaut die Polizei dann nach? Richtig, beim Kontoinhaber des Empfängerkontos. Das gibt schon mal genug juristische Probleme und das eingegangene Geld ist natürlich auch längst zurückgefordert. Ich weiß nicht, was dann schlimmer ist: Dass der Reingelegte Geld per Western Union auf Nimmerwiedersehen verschenkt hat, oder dass er das unterlassen hat und auf einem Berg von Geld sitzt, dessen Herkunft er nicht erklären kann. Ausser mit einer E-Mail von einer Katarina mit russischer Freemail-Adresse.

Danke an Voker Weber für diese prägnante Zusammenfassung des „Geschäftsmodells“!

 

Don’t Click It

In letzter Zeit gab’s hier ja viele Links zu „alten“ Computer-Interfaces. Daher heute zur Abwechslung eine neue Benutzer-Schnittstelle, die ganz ohne Mausgeklicke (nur mit Mausgeschiebe) auskommt. Klick oder Doppelklick? Eine, zwei, viele Maustasten? Wozu eigentlich?!

DontClick.It – ab ins Mauslabor!

[via Emily’s Beatbox]

 

DD to the rescue, EBCDIC ASCII Konverter

Normalerweise leistet jEdit gute Dienste beim Bearbeiten von EBCDIC-Dateien. Eine bestimmte hat ihm aber heute nicht geschmeckt. Und da ich heute keinen anderen Freeware-Editor mit EBCDIC-Kenntnissen finden konnte, habe ich halt mal nach einem UNIX-Tool gesucht und bin prompt bei dd fündig geworden.

dd if=incoming_request.xml of=incoming_request.ascii.xml conv=ascii

Ist ja eigentlich einfach, ich schreib’s mir aber lieber trotzdem hier auf. Funktioniert zuverlässig in CygWin.