Stupid? Absicht!

Wenn Brown allerdings am 12. September dieses Jahres – also vor ca. zwei Wochen – zurück tritt und jetzt wieder eingestellt wird, zeugt es nur von der Unfähigkeit (Ignoranz?) der US-Regierung aus einer Katastrophe die richtigen Schlüsse zu ziehen.

lautgeben über die Tatsache, dass der amerikanische Ex-Chef-Katastrophen-Schützer Mike Brown zwei Wochen nach seinem Rücktritt von seiner ehemaligen Behörde einen netten Beratervertrag bekommen hat. Wozu? Um mit aufzuklären, was unter seiner Ägide alles schief gelaufen ist.

Schade, ich finde gerade kein Smiley, das sich kotzend vor den Kopf schlägt.

 

Kate Bush "King of the Mountain"

King of the MountainHeute abend zum ersten Mal Kate Bush’s neue Single gehört. Klingt außergewöhnlich und vielversprechend! Der Tonschnipsel auf der WebSite scheint manchmal ein bißchen aus dem Takt zu geraten. Aber gibt einen guten Eindruck vom Stück, das noch ein wenig sparsamer instrumentiert anfängt. Ich freu mich auf das neue Album!

 

Grünes Zünglein an der Waage?

Sollte es tatsächlich dazu kommen? Die Schwarze Ampel? Die Grünen als Königsmacher – mit dem eingebauten Anrecht auf den Vizekanzler? AußenJoschka darf weitermachen?

Vom Bundesrat her würde das natürlich komfortabel gehen.

Und die SPD mit denr Linken zusammen in der Opposition. Das würde ihr die Gelegenheit geben, die ganzen ex-SPDler dort wieder einzufangen.

 

Schwierige Koalitionsarithmetik

Mal davon abgesehen, dass nach Aussagen der führenden Politiker wieder mal alle gewonnen haben (ist das nicht schön?), hier ein kurzer Gedanken-Schmierzettel:

  • Die SPD freut sich dumm und dämlich, dass sie zweistellig geblieben ist.
  • Frau Merkel hat’s nicht geschafft – eine persönliche Niederlage, die in den nächsten Monaten Konsequenzen haben wird. Die „Jungen Wilden“ (Koch, Wulff etc.) werden ihre Chance sehen und ergreifen.
  • Die Alternativen heißen nun Große oder Ampel-Koalition.

Vor dem Hintergrund des eigentlichen Regierungsproblems, nämlich sich mit dem Bundesrat in den meisten Gesetzgebungsverfahren abstimmen zu müssen, sehen beide Optionen nicht gut aus. Wirft man einen Blick auf die aktuelle Stimmverteilung im Bundesrat, stehen für eine
Große Koalition die Stimmen von Bayern, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Saarland, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen zur Verfügung: 36 von 69 Stimmen. Eine komfortable Mehrheit sieht anders aus.
Für eine Ampel sieht’s noch schlechter aus, sie hätte gerade einmal Rheinland-Pfalz als „Hausmacht“ und damit 4 von 69 Stimmen.

Wenn das Wahlziel also war, eine Regierung auch mit Mehrheit in der Länderkammer zu erhalten, so müssen sich „Angie und Gerd“ wohl zusammenraufen. Vielleicht klappt’s ja dann auch mit der Neugestaltung des Bund-Länder-Verhältnisses, sprich der Entflechtung von Bundes- und Landeskompetenzen, damit die nächsten Bundes- aber auch die Landes-Regierungen wieder etwas freier agieren können.

Von der von einige diskutierten Option, jetzt gleich nochmal neu wählen zu lassen, halte ich nichts. Schon die Art, wie wir zu dem zweifelhaften Vergnügen dieser Neuwahl gekommen sind, läßt die Väter des Grundgesetzes im Grab rotieren. Die Wähler so lange abstimmen zu lassen, bis das Ergebnis einem in den Kram passt, fördert nicht gerade das Vertrauen in die handelnden Personen.

 

Kurze Geschichte der Wahl-Hochrechnungen

heise online hat eine kurze Geschichte der Wahlergebnis-Hochrechnungen.

Vor 40 Jahren: Schießen Sie nicht auf den Computer!

Brauchte die erste Hochrechnung noch 3,5 Stunden, konnte man 1972 bereits nach einer Stunde, 1982 nach 29 Minuten eine Rechnung präsentieren, die das Endergebnis vorwegnahm. Die für das ZDF tätigen Mannheimer Hochrechner erzielten 1976 übrigens eine Art Weltrekord. Sie hatten nach wenigen Minuten eine Hochrechnung parat, die der Rechner selbst mit +/- 1 Prozent Genauigkeit einschätzte und die, wie sich später zeigte, sehr richtig gelegen hatte. Beim Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU/CSU und SPD wagte man nicht, das Ergebnis zu veröffentlichen.

 

Nicht jede Stimme hilft gewählter Partei

Wahlstrategische Überlegungen, Erst- und Zweitstimmen-Akrobatik bei der Financial Times Deutschland. Zwischen Absicht und Abstimmung, Zweifel und Zweitstimme

FTD – Nicht jede Stimme hilft gewählter Partei – Deutschland

Wähler in sechs Bundesländern könnten dem Umfragenstand zufolge die Bundestagswahl durch den bedachten Einsatz von Erst- und Zweitstimmen maßgeblich beeinflussen.

Aber bei all dem die andere Stimme nicht vergessen: Die Stimme der Vernunft!