Painless Geldausgebing mit Quicktime Pro

Quicktime LogoGerade hat mir Apple 30€ aus der Tasche geleiert, für das Quicktime Pro-Update – und es hat gar nicht weh getan! Warum?, fragt der Software-Ingenieur. Weil es Apple geschafft hat (wiedermal, möchte ich hinzufügen), meine schlimmsten, Windows-geprägten Erwartungen nicht zu erfüllen. Und das kam so:

Ich hatte gerade das neue Kate Bush-Video (s.u.) entdeckt und im Browser geladen und ärgerte mich darüber, dass ich es nicht auf die Festplatte speichern konnte. Apple meint nämlich, dass Speichern eine Sache ist, die nur Professionals brauchen, und hat sie deswegen der Pro-Version von Quicktime vorbehalten.

Nun bin ich ja nicht blöd™, schau also erst mal im Internet, ob es nicht irgendwie hintenrum geht, schließlich hat Safari das Ding sicher irgendwo zwischengespeichert. Aber Google war mir heute nicht gnädig, alle Links führten zu Tricks, die früher mal funktionierten, inzwischen von Apple aber abgeklemmt wurden.

Kurz habe ich dann noch Amateur erwogen, ein Projekt, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, möglichst viele Pro-Funktionen über ein Hintertürchen zugänglich zu machen. Aber ach, was steht da unter „The following features may partially work, but have noticeable bugs:“? Genau, das gesuchte „Save“.

An diesem Punkt hatte ich dann eine halbe Stunde an die ganze Sache verschwendet und beschlossen, in den sauren Apfel zu beissen. Hier nun die Gegenüberstellung zwischen Erwartung und Realität.

Erwartung Tatsächlich
Wahrscheinlich dauert es e-w-i-g, bis nach der Bestellung auch der Freischaltcode kommt.
Quicktime muss nach Eingabe des Registrierungsschlüssels sicher neu gestartet werden.
Der Browser (Safari) muss sicher auch neu gestartet werden, d.h. ich muss das Video neu runterladen.
Der Registriercode stand auf der „Vielen Dank für Ihre Bestellung“-Seite und konnte ohne weiteres in den „Registrieren“-Dialog kopiert werden.
Sobald der Code eingetragen war, mußte ich nicht mal einen Button („OK“ oder so) drücken, Quicktime meldete einfach „Quicktime 7 Pro“ und aktivierte alle Funktionen.
Es war weder notwendig, Quicktime, noch Safari, noch sonst irgendwas neu zu starten!

Apple’s Vorgehen hier ist beispielhaft und zwar sowohl im Guten wie auch im Schlechten: Es ist natürlich ein Unding, sowas Essentielles wie „Speichern“ in eine Pro-Version zu verlagern. Auf der anderen Seite hat Apple es aber geschafft, dass man sich über den Freischalt-Prozess wirklich nicht aufregen muss. Beispielhaftes Software-Design und anderen Freischalt-Anbietern unbedingt zur Nachahmung empfohlen!

Jetzt bleibt die Hoffnung, dass ich die ganzen anderen Funktionen, die ich mit dem „Save“ zusammen eingekauft habe, auch eines Tages brauche!

Bis dahin schaue ich jetzt noch ein paar Dutzend Mal das Kate Bush-Video an.

 

Andreas