Böser Mac! Ab ins Körbchen!

Normalerweise bin ich ja voll des Lobes für meinen Mac Mini. Ausnahme: Duplizieren von Audio CDs. (Darf man da noch öffentlich drüber schreiben? Dass man seinem Recht auf Privatkopie nachgeht? Müßte noch drin sein …)

Jedenfalls habe ich fünf Anläufe gebraucht um zu begreifen, dass

  1. das Festplattendienstprogramm zwar wundervolle Images von CDs erstellt, das aber Daten-Images sind, keine CD Audio-Images,
  2. beim Festplattendienstprogramm auch gutes Zureden daran nichts ändert,
  3. Apple’s vorgeschlagener Weg, die CD in iTunes zu importieren gut und schön ist, aber eben keine 1:1-Kopie ermöglicht (was zweifelsohne Absicht ist),
  4. iTunes bitteschön die Songs nochmal per AIFF (das ist sowas wie .WAV) oder Apple Lossless reinziehen sollte, damit keine Komprimierungsartefakte auf der Kopie landen,
  5. man bitteschön daran zu denken hat, iTunes Einstellungen in Sachen Brennformat noch auf Audio CD zu schieben, sonst wird nämlich auch die sechste CD im CD-Spieler versagen,
  6. man sich dann am besten gleich daranmacht, Importieren wieder auf MP3 zu stellen, damit die Platte nicht gleich wieder voll ist.

Alles in allem: Die erste echte Enttäuschung am Mac.

Und dummerweise bin ich vom PC so verzogen (wo bei jedem Brenner ein Nero oder sonstwas beiliegt), dass ich mich nicht dazu hinreißen lasse, z.B. 100€ für Toast auszugeben. Dazu bin ich dann doch zu selten Privatkopierer.

 

Fantastische Google-Platzierung

Ich staune! Mein nahezu inhaltsleerer Eintrag zu Melanie Gabriel, ihres Zeichens Backgroundsängerin bei Dad Peter Gabriel, belegt Platz 4 im internationalen und Platz 1 im deutschen Google. [Nachtrag: für die Sucheingabe melanie gabriel]

Zu Anna Gabriel, seiner Regie-führenden anderen Tochter, gibt das Netz aber wirklich garnichts her. Ihre Domain macht nur ein Redirect auf Realworld, jene Plattenfirma, die so ungefähr eine Peter Gabriel-Platte pro Jahrzehnt herausbringen darf.

 

Als Referenz

Nicht aus Misstrauen, nur zum gelegentlich mal gegen die Wirklichkeit halten für die nächsten vier Jahre, kopiere ich mir das mal von Frau Bundeskanzlerin ihrer Homepage:

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

viele von Ihnen machen sich Sorgen um die Zukunft des Landes, der eigenen Familie, der persönlichen Lebenssituation. Diese Sorgen nehme ich ernst. Hohe Arbeitslosigkeit, anhaltende Wachstumsschwäche und brüchig gewordene Sozialsysteme bedrücken uns alle.

Ich weiß, dass Ihr Vertrauen in unsere Fähigkeit, die Wende zum Besseren einzuleiten, noch weiter wachsen muss. Diese Vorsicht kann ich verstehen. Zu oft haben Sie starke Versprechen gehört und doch Ihre Erwartungen enttäuscht gesehen. Aber ich bin davon überzeugt: Nur auf der Grundlage von Klarheit und Verlässlichkeit können wir die wirtschaftliche Trendwende für Deutschland schaffen und die soziale Sicherheit erhalten.

Ich glaube an die Chancen unseres Landes, an den Fleiß, die Motivation und den Unternehmergeist der Menschen. Diese Chancen zu nutzen und diese Kraft zur Entfaltung zu bringen, dazu will ich meinen Beitrag leisten. Deshalb bitte ich um Ihr Vertrauen, dass die Union die politischen Weichen richtig stellt. Auch wir können dabei nicht zaubern, aber wir werden hart daran arbeiten. Dieser Weg wird sich lohnen.

Mit herzlichen Grüßen

Angela Merkel

 

Harry Potter und der Feuerkelch

Ich war nämlich schon gleich am Donnerstag im neuen Potter. („Erst am Donnerstag? Der lief doch schon Mittwoch Nacht!“, schreit die Fankurve.)

Da ich die Bücher kenne, muss ich auch hier wieder feststellen, dass die filmische Umsetzung sich sehr nah am Buch hält. Gewiss, einige Seitenstories fallen der Tatsache zum Opfer, dass Leute zwar gerne ins Kino gehen, aber auch gerne irgendwann wieder herauskommen. Einen Kinofilm kann man halt nicht auf den Nachttisch legen wenn die Augen zufallen, und morgen weitergucken,.

Der „Feuerkelch“ konzentriert sich daher auf die Hauptlinie, das Trimagische Tournier und die Rückkehr dessen, wessen Name nicht genannt werden darf. (Noch Fragen zur Beherrschung von dem des Genetivs?) Dass Draco und seine Freunde dabei fast nicht vorkommen, kann ich nicht als Verlust empfinden. Aber auch Snape ( der mit MadEye Moody im Buch (meiner Erinnerung nach) ein paar gute Dialoge hatte), bleibt diesmal ein Statist. In Bezug auf das, was in der Halbblut-Prinz-Verfilmung kommen muss, ist diese Entscheidung fragwürdig. Ich wünsche mir, dass Teil fünf die Lücken um Snape herum schließt.

Ansonsten gibt es nichts zu meckern, die Produktion ist einwandfrei, die Zauberschüler-Schauspieler wachsen mit ihren Rollen, was den Produzenten bestimmt vorab die meisten Kopfschmerzen bereitet hat. Welche Schauspieltruppe muss sich schon auf mindestens 7 Jahre Drehzeit einrichten, und das mit ihrem Heranwachsen koordiniert bekommen? Hut ab vor Harry / Dan, Hermine / Emma und Ron / Rupert!

 

Sony RootKit und die Sicherheitsexperten

Wired hat wichtige Gedanken darüber, wie Sony es schafft, seit mehr als einem Jahr Software in Umlauf zu bringen, die im wesentlichen wie andere Malware (Viren, Trojaner, Würmer) arbeitet – und bisher kein einziger Virenscanner Alarm geschlagen hat!

Real Story of the Rogue Rootkit

What do you think of your antivirus company, the one that didn’t notice Sony’s rootkit as it infected half a million computers? And this isn’t one of those lightning-fast internet worms; this one has been spreading since mid-2004. Because it spread through infected CDs, not through internet connections, they didn’t notice? This is exactly the kind of thing we’re paying those companies to detect — especially because the rootkit was phoning home.

Who are the security companies really working for? It’s unlikely that this Sony rootkit is the only example of a media company using this technology. Which security company has engineers looking for the others who might be doing it? And what will they do if they find one? What will they do the next time some multinational company decides that owning your computers is a good idea? — Bruce Schneier in Wired News

Dazu auch „Sory seems to be the hardest word“

Das ist übrigens die gleiche Firma, wegen der George Michael in den 1990ern so wenig veröffentlichte und in einem Video einen Kopfhörer mit dem Markennamen „Fony“ trug. (Phony = Schwindler)

 

No "schmaltzy soundtracks"!

Das Now Toronto Magazin hat einen netten Bericht über Peter Gabriel: Wie er nicht wurde wie sein (Ex- oder bald wieder) Genesis-Kollege Phil C. Das Geheimnis langer Pausen zwischen zwei Alben. Warum Live8 bis zu „Africa Calling“ keine schwarzen (farbigen?) Künstler gebucht hatte.

Then again, thankfully, he’s no Phil Collins either. Sure, Gabriel still occasionally bumps into the original Genesis drummer – who would fill the frontman’s shoes in 75, then go solo to score pop mega-hits (In The Air Tonight and You Can’t Hurry Love) and now writes schmaltzy soundtrack songs for Disney flicks like Tarzan and Brother Bear – at music functions and weddings. — Now Toronto

Und ich liebe es, wie ungeniert english-speaker german words importieren. Anscheinend kann man treffende Worte wie schmaltzy auch übernehmen ohne gleich einen Kulturschock zu kriegen.

 

Sony-Kopierschutz spioniert auch auf Macs

Und ich dachte, „noch was, um das ich mir keine Sorgen machen muss“ – Denkste!

Sony setzt bei einigen DRM-geschützten Musik-CDs eine Software ein, die sich im System versteckt und dazu noch Sicherheitslöcher aufreißt. Der Firma reicht es offenbar nicht, damit alle Windows-User gegen sich aufzubringen – nun ist bekannt geworden, daß auch auf Macs ähnliche Spionage-Software wie unter Windows installiert wird.

[…] Die Kaufentscheidung gegen Sony BMG-CDs wird den Verbrauchern somit leicht gemacht? — [Mac Essentials]

Nachtrag: Die EFF hat eine Liste betroffener CDs, Natasha B. ist auch „infiziert“, allerdings nicht das CD-Exemplar, das ich letztes Jahr gekauft habe. (Link via WorldWideKlein)

Mrs. Bedingfield wirbt auf ihrer WebSite übrigens für „Make Poverty History“ – soll dies die Armut der Musikindustrie bekämpfen?