Bush tut endlich was gegen die Klima-Erwärmung

Natürlich tut er es auf die ihm eigene, außergewöhnliche Art und geht an die Wurzel des Problems:

Die amerikanische Regierung setzt offenbar staatliche Klimaforscher massiv unter Druck. Washington habe der Weltraumbehörde Nasa und der Klimaforschungsbehörde NOAA in Klimafragen einen Maulkorb verpasst, berichtet das Fachjournal «Science».

Laut Kennedy ignoriert Washington nicht nur schlagende Beweise für die globale Erwärmung durch Treibhausgase wie Kohlendioxid. Vielmehr habe die Regierung NOAA-Forschern, die die Klimapolitik des Weissen Hauses ablehnen, auch den Kontakt mit der Presse verboten. — Bush-Regierung setzt Klimaforscher unter Druck

Traurig, traurig, traurig.

 

Dilbert’s Karrieretipps

Man lernt ja immer was, wenn man im Dilbert.Blog vorbeischaut. Heute: Karrieretipps für Berufsanfänger

There’s no such thing as good ideas and bad ideas. There are only your own ideas and other people’s. If you want someone to like your idea, tell him he said it last week and you just remembered.

Teamwork is what you call it when you trick other people into ignoring their priorities in favor of yours.

Non-monetary incentives are every bit as valuable as they sound.

Preparing a Powerpoint presentation will give you the sweet, sweet illusion of productivity.

 

Wider den Regionalteil

Manche Einsichten treffen mich einfach mit der Subtilität eines Ziegelsteins. Heute mit einiger Zeit Verzögerung in der Zeit gelesen: Der Deutschland-Korrespondent der Times über die eingefahrenen Zeitungsmacher in Germany:

Die Frankfurter Rundschau bringt zum Beispiel jeden Tag zwei Frankfurt-Seiten. So, als gehörten die Frankfurter nicht zum Rest der Zeitung. Frankfurter Theater sollte meiner Meinung nach ins Feuilleton, und wenn es etwas Interessantes im Rathaus gibt, dann sollte das in die Politik, aber eben nur, wenn es interessant ist. In der Times gibt es keine London-Seiten, dort ist alles integriert. — „Sehr unwitzig“

Erinnert mich an die alte Weisheit: Irgendwie passiert jeden Tag exakt so viel Neues, dass es für genau 15 Minuten Tagesschau reicht.

 

CatContent: Anica aufm Buch

Anica sitzt auf Schiffbruch mit Tiger

(Für die Literatur-Kritiker: Anica sitzt auf „Schiffbruch mit Tiger“ von Yann Martel, was ein interessantes Buch war. Sage ich; Anica ist es relativ egal, wie der literarische Gehalt ihrer Sitzgelegenheit ist.)

 

Für’s nächste Redesign: Elastic Site Layout

Roger Johansson zeigt uns, wie ein Seitenlayout elastisch angelegt werden kann, dass die Seite in ein beliebig breites oder schmales Browserfenster passt. Beim nächsten Griff zum CSS!

To avoid that I used the max-width CSS property to specify how wide the #wrap element can become. I could have used pixels to define a maximum width for the layout, but that would have made line lengths increase as text size is reduced and decrease as text is made larger. I wanted line length to be comfortable for reading and stay roughly the same regardless of text size. By using em instead of px as the unit for max-width, the width will depend on font size and line length will be similar no matter what size the text is. — Fixed or fluid width? Elastic!

 

Wichtige Durchsage für Bürgerrechtler unter den SPD-Wählern

(Im Volltext dem Schockwellenreiter entnommen, da ich das nicht besser sagen kann:)

Grünes Licht für Vorratsdatenspeicherung

Jörg Tauss So sind sie, die Spezialdemokraten, souverän wie immer: Der Bundestagsabgeordnete (und selbsternannte Internetspezialist) Jörg Tauss von der SPD sprach zwar gegen die Vorratsdatenspeicherung, stimmte aber am Ende trotzdem für den Antrag, wie auch – bis auf den CDU-Abgeordneten Siegfried Kauder – alle anderen Abgeordneten der Großen Koalition. Denn dafür sind große Koalitionen schließlich da: Daß sie die Grundrechte der Bürger einschränken können. [netzpolitik.org]

Jörg Tauss führte auch ein Weblog, mit dem er den Dialog mit dem Wähler pflegen wollte. Exakt bis zum Tag der Wahl…

Der Schockwellenreiter

Nicht, dass man sowas nicht erwarten mußte. Schließlich hat man in der Sache schon die EU vorgeschickt. (Die ist immer ein Super-Feigenblatt, wenn es darum geht, etwas umzusetzen, hinter dem man eigentlich gar nicht hundertprozentig steht. Eigentlich, ha!) Es ärgert mich aber trotzdem.

Die Internet-Provider sollen bitte ihrer Dokumentationspflicht nachkommen, das ganze Zeug ausdrucken und dem SPD-Archiv zur Aufbewahrung übergeben. Die paar Tonnen Papier pro Tag …

heise.de zu den Standpunkten der Minderheitsparteien.

Auch in der Sache selbst sparte die Opposition nicht mit scharfer Kritik. Ex-Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger sprach von einer „maßlosen“ Maßnahme, deren Beitrag zur Verbrechensbekämpfung äußerst fraglich sei. Es werde künftig möglich sein, über Monate hinweg minutiös nachzuvollziehen, wer im Internet gesurft und wer mit wem telefoniert hat. Dies stelle einen „Bruch mit den Grundsätzen der Gefahrenabwehr und Strafverfolgung“ dar, zumal die Aufzeichnung unabhängig von Verdachtsmomenten erfolgen solle. Die von der Koalition gewünschte Entschädigungsregelung für die betroffenen Telekommunikationsanbieter kommentierte die FDP-Politikerin mit dem Hinweis, „dass letztlich die Bürger für ihre eigene Überwachung zahlen“

… [Jerzy] Montag [B90/Grüne] monierte, dass man aus den erfassten Verbindungs- und Standortdaten „Rückschlüsse auf soziales Verhalten, Interessen und auch Inhalte“ der Kommunikation ziehen könne. Eine solche „lückenlose Erfassung stößt tief in unser Selbstbestimmungs- und Persönlichkeitsrecht“, obwohl dieses von der Verfassung geschützt sei. Dieser Geist „des deutschen Datenschutzrechtes“ sei bislang auch von „diesem Haus“ mitgetragen worden, rief der Grüne seinen Kollegen die bisherige klare Beschlusslage des Bundestags gegen eine verdachtsunabhängige Vorratsdatenspeicherung ins Gedächtnis zurück.

Bleibt zu hoffen, dass das Bundesverfassungsgericht das Ganze in die Tonne drischt. Was machen wir eigentlich, wenn eines Tages die Weisen von Karlsruhe in ähnlicher Weise neutralisiert / radikalisiert werden wie G.W. Bush das gerade mit dem Supreme Court der USA macht?

 

Where Did Firefox Come From?

Ben Goddger, leitender Entwickler des Web-Browsers Firefox, stellt ausführlich dar, wie er mit Mozilla in Kontakt kam, was er bei Mozilla alles gemacht hat, warum es mit Mozilla so lange gedauert hat, und wie schließlich mit Firefox alles ein gutes Ende nahm.

Where Did Firefox Come From?

The story of Mozilla is long and rich in detail. There are many perspectives. This is mine.

Die Zeit nach der Freigabe des Netscape-Codes war geprägt durch die Parallelwelten der Netscape- und Mozilla-Entwickler.

Compounding this dysfunction, at the time the project was being developed by over a hundred engineers in different, sometimes poorly connected departments within CPD. Netscape had grown rapidly in previous years, and with an uneven hiring bar engineers with abilities that would suggest they needed more assistance from others had far too much autonomy in feature design and implementation. User experience assistance was sparse, and as a result the application quickly bloated.

Nachdem seine Initiativen für besseren Code, einen kontrollierteren Entwicklungsprozess und eine konsistentere Benutzeroberfläche im Sande verlaufen waren, hätte Ben fast aufgegeben. Dann aber kam die Chance mit Firefox.

Firefox was different. After 0.6 I laid out a plan for reaching 1.0. After a few cuts and sanity checks, a year and a half of engineering work by a motivated core of engineers on the front end and the continuing development of Gecko beneath, Firefox 1.0 shipped.