Nicht verantwortlich für Lebensrisiken: Tigerente

… an manchen Überschriften kommt man einfach nicht vorbei, auch wenn sie das Geschehen bis zur Kenntlichkeit entstellen. Aber zurück zu den Tatsachen:

Eine „Tigerente“, auch wenn sie wie in diesem Fall 15 Kilo schwer war, sei unzweifelhaft ein Spielzeug und somit im Kindergarten durchaus rechtmäßig anzutreffen, urteilte das Gericht. Ohnehin könnten Verletzungen von Kindern nicht immer ausgeschlossen werden. Selbst auf Gummibällen könne man ausrutschen. Dies stelle keine Verletzung der Aufsichtspflicht dar. Nicht für jedes Lebensrisiko gebe es einen Verantwortlichen, betonten die Richter. — Freispruch für „Tigerente“ im Kindergarten

„Nicht für jedes Lebensrisiko gibt es einen Verantwortlichen.“

Ein Satz zum In-Stein-Meißeln.

Wäre unser Rechtssystem wie in den USA, könnte ich mir vorstellen, hätten die Eltern Recht bekommen und Janosch müsste nun mit einer Entschädigung von ca. 7 Millionen Dollar rausrücken. Außerdem müsste er die Psychiater-Rechnungen des Nachwuchses bezahlen, bis das Tigerenten-Trauma überwunden wäre.

 

Andreas