Ersatz für geteilte Kalender bei mailbox.org

Ein Bereich, bei dem die von Mailbox.org angebotene Funktionalität noch hinter dem herhinkt, was man bei Google wahrscheinlich liebgewonnen hatte, ist die Freigabe des Kalenders z.B. für die anderen Familienmitglieder. Dabei gibt man seinen Kalender für z.B. die Ehefrau frei, und die sieht dann des Ehemannes Termine in anderer Farbe in ihre Termine eingemischt und sieht sofort, wo eine Lücke für einen gemeinsamen Termin ist usw.

Zwar gibt es bei mailbox.org sogenannte Familien-Accounts. Die sind aber mit Neuanlegen von Kalender und Adressbuch und so verbunden, sowohl bei Verbindung wie auch bei der Trennung. Und das gefällt mir nicht. (Schließlich gibt es vielleicht auch ohne standesamtliche Trennung  Gründe dafür, die Accounts wieder zu trennen.)

Kalender freigeben

So, und wie bekommt man nun den status quo ante wieder hin? Die Antwort heißt „Berechtigungen/Andere einladen“ aus dem „Burger Menü“ des Kalenders. Damit gibt man den eigenen Kalender frei, indem man die E-Mail-Adresse des significant other eingibt.

mailboxorg-freigabe

Die erhält dann eine Mail mit einem Link zu einer Seite, auf der sie den Kalender sehen kann. Ohne weitere Einstellungen ist das „nur lesen“, und das entspricht genau dem Verhalten des Google Kalenders.

Kalenderfreigabe in macOS abonnieren

Die Mail sieht aus wie unten gezeigt, und das interessante darin ist der Link hinter „Ordner anzeigen“. Den kann man sich per Kontextmenü (rechte Maustaste) mit „Link kopieren“, äh, tja, kopieren.

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Mit dem Link in der Zwischenablage wechselt man zum Kalender, klickt Ablage > Neues Kalenderabonnement und fügt den Link in die erscheinende Dialogbox ein.

kalender-abonnieren

Tada! Die Termine des Ehemanns erscheinen im Kalender.

Kalenderfreigabe in iOS abonnieren

So, letzter Akt: Auch iDingens sollen den Kalender des Partners anzeigen.

Dazu ein Tipp vorab: Die Mailbox.org-Mail und -Kalender sollten auf iPhone und iPad über den Accounttyp Exchange eingerichtet werden. (Die Technik dahinter heißt ActiveSync.) Der Grund, warum ich hier nicht IMAP (für Mail) und CalDAV (für den Kalender) nehme, ist, dass mit nur mit Exchange Termineinladungen in der Mail bearbeitet, d.h. angenommen und in den Kalender übertragen werden. Mit IMAP und CalDAV fehlt diese wichtige Brückenfunktion.

Hier braucht man den gleichen Link (am besten die Mail auf dem iTeil öffnen und den Link wieder kopieren). Dann in die Einstellungen für die Kalender, einen neuen Account „Andere“ anlegen

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und als Accounttyp ein „Kalenderabo hinzufügen“,

ios-cal-sub-02

den kopierten Link einfügen, und … fertig!

Fazit

Damit endet die wilde Hatz von der Mailbox.org Website über den macOS Kalender bis zu den iDevices. Der Kalender schaut wieder aus wie zu Google’s Zeiten, die eigenen Termine und die des Partners in einer Ansicht. Schon hat man wieder die Übersicht, um den nächsten Abend mit Gästen zu planen.

 

Logitech K380

Erster Eindruck

Die Logitech K380 fühlt sich sehr gut an und erinnert optisch an die Siemens-Tastaturen der 1980/90er Jahre. Robust, schwer, rutscht nicht.Die Tasten haben zwar nicht viel Hub, aber dafür einen genehmen Gegendruck.

Außerdem macht längere Texte schreiben am iPad mit Cursortasten und Tastenkürzeln einfach mehr Spaß als ohne. Die Return-Taste ist übrigens zweigeschossig, und die doofe CapsLock-Taste hat weiterhin ein ihrer Bedeutung für’s tägliche Schreiben unangemessenes Villen-Grundstück.

Die Tastatur hat eine leichte Keilform, so dass die Tastenreihen leicht ansteigen. Ganz okay für Tippen, während die Tastatur auf den Knien liegt, gut, wenn sie auf einem Tisch liegt.

Die Tastatur ist ein bisschen breiter als das 10 Zoll iPad, etwa vier Zentimeter breiter.

=> Volker Weber hat gerade Tastaturen speziell für das “kleine” iPad Pro getestet

Integration

Wichtigste Eigenschaft und Abgrenzung zu einer reinen iPad-Tastatur: Die K380 kann per Bluetooth mit drei Geräten gepaart werden. Per F1..F3-Taste wählt man dann, mit welchem Gerät man aktuell verbunden ist. Möglich ist also z.B.

  • F1 für’s iPad
  • F2 für’s iPhone
  • F3 für einen Smart-TV, oder wie bei mir für das Windows (Dienst-) Phone.

Sehr gut integriert sich die K380 ins iPad:

  • Lautstärke-Tasten in der obersten Tastenreihe funktionieren ebenso wie die
  • Transportsteuerung für das zuletzt wiedergegebene Medium.
  • Gut auch, dass es eine Home-Taste gibt. Danach muss man zwar auf das iPad tatschen, aber um schon mal den Wechsel einzuleiten …
  • Überrascht hat mich, dass das iPad einen Taskwechsler wie macOS hat, die Kombination Alt-Tab zaubert ihn zu Tage.
  • Alt-Shift-Links/Rechts wechselt die Tabs im Safari? Wow.

=> Logitech’s Support-Seite mit weiteren Shortcuts, z.B. einem “plattformübergreifenden” Cut&Paste über die fn-Taste.

Alles in allem eine preiswerte Anschaffung Tippen auf Reisen, wenn man einen Zoo aus Touch-Geräten dabei hat. Auch längere Texte werden mich auf diesem Keyboard nicht verzweifeln lassen.

 

Macht den Weg frei, das iPad kommt!

Alle Linux-Distributions-Downloader, alle Musik- und DVD-Leecher
nehmen artig die Finger vom Internet, um die Berichterstattung von der
Vorstellung des Apple Tablets „iPad“ durchzulassen. Die
Technikgeschichte zittert vor Aufregung, den Dampfmaschinen in den
Museen dieses Planeten stehen vor Stolz über ihren Ururenkel die
Tränen in den Augen. Das iPad ist da. Was verschachere ich denn jetzt
auf ebay, damit ich mir das kaufen kann? Egal. Das iPad ist da. Und
wir waren dabei. Danke, mac-essentials!

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