Dadhacker and the Making of the Atari ST

Landon Dyer ist Entwickler von Computer-Systemen und -Spielen und hat einige Jahre für Atari gearbeitet. Über die Zeit, als Jack Tramiel Atari aufkaufte und den Atari ST entwickeln ließ, hat er einiges über die Zusammenarbeit mit Digital Research, den Entwicklern von GEM und CP/M geschrieben. Unter anderem, wie CP/M-68 relativ spät in der (kurzen) Entwicklungszeit des ST gegen GEMDOS ausgetauscht wurde.


Photo © Bill Bertram, 2006

Davor hat er an Konvertierungen von Arcade Spielen gearbeitet. Über Donkey Kong und Super Pac-Man berichtet er ebenfalls.

Ins Netz gegangen: IT und IT-Geschichte

Da ich über das Jahr so gut wie nicht zum Bloggen bekommen bin, haben sich in der Merk-Funktion des Feedreaders einige Sachen angesammelt, die ich hier kurz Würdigen und damit verewigen möchte. In Sachen Informationstechnik und ihre Geschichte sind das:

Recreating the Asteroids arcade game with a laser

via kottke.org

Jemand, der Computer-Spiele-Klassiker mit einem Laserstrahl statt dem Elektronenstrahl eines Bildschirms zeichnet, live:

How does the 8008 processor work?

via Kris Köhntopp

Bilder vom Inneren und Analysen der Logik-Einheiten einer der ersten CPUs, Grundlage von intels Erfolgen der letzten Jahrzehnte.

How MOS 6502 Illegal Opcodes really work

Einer der bedeutendsten Prozessoren ist auch der 6502, der sowohl im C=64 und weiteren Commodore Modellen, im Apple ][ und auch in den Atari 400/800 und der XL-Reihe Dienst tat. Der Artikel „How MOS 6502 Illegal Opcodes really work“ wirft ein Licht auf die Dekodier-Logik dieses Veteranen, also wie innerhalb des Prozessors bestimmt wird, wie ein Befehl zu verarbeiten ist. Eine elegante (Hardware-) Konstruktion, die sich eventuell für die ein oder andere Routing-Logik in Software wiederverwenden lässt :)

Game Finallyended

via kottke.org

Da möchte jemand ein Computerspiel schreiben, aber es floppt, also veröffentlicht er den Teil, der sich um das Teilen von Bildern dreht => flickr. Dann möchte er wieder ein Computerspiel veröffentlichen, aber auch das fällt durch, also veröffentlicht er das Chat-Programm, das sein Team während der Spieleentwicklung geschrieben hat => Slack. Klingt ein bisschen wie Hans im Glück, ist aber Stewart Butterfield. Ein Profil in Wired.

Fearless Genius

via kottke.org

Aktuell in meinem Einkaufswagen, ein Buch mit Fotografien aus den 1980er und 1990er Jahren, als Apple gerade erwachsen wurde und NeXT noch jung war. Der Fotograf Doug Menuez konnte für „Fearless Genius“ neben Steve Jobs bei NeXT auch das Team, das bei Apple den Newton entwickelte begleiten, und auch die ersten Anwender von Photoshop sind zu sehen.

Da ich es noch nicht besitze, kann ich noch keine endgültige Empfehlung aussprechen. Ich stelle mir aber vor, dass „Fearless Genius“ im Bücherregal ein guter Nachbar von „Revolution in the Valley“ sein wird, eines meiner absoluten Lieblingsbücher.

A Brief History of [Computer] Graphics

via kottke.org

Eine fünfteilige Reihe auf YouTube über die Entwicklung der Computer-Spiele-Grafik, ’nuff said.

Windows 10

Ein paar Worte dazu, warum Microsoft Windows 10 durchaus Windows 10 nennen kann.  Windows hat bis Version 3.11 (for Workgroups) die interne Versionskennung draußen auf der Packung getragen. Bei Windows 95 war das das erste Mal anders. Intern trug es die Version 4.

Das aktuelle Windows (XP, Vista, 7, 8.1 und dann auch 10) setzen auf  Windows NT auf. Dieses Betriebssystem wird seit Ende der 1980er bei Microsoft entwickelt und wurde 1993 vorgestellt. Nicht etwa mit der Version 1.0, das galt und gilt als unschicklich, da dieser Nummer immer etwas unfertiges und fehlerbehaftetes anhängt. Sondern als Windows NT 3.1 – so wie das zu dem Zeitpunkt aktuelle DOS-basierte Windows.

Daraus kann man mit etwas gutem Willen folgende Tabelle ableiten: Mit Produkt-Name meine ich, was auf der Packung steht. Mit Release meine ich, die wievielte Verkaufsversion von Windows NT das ist. (Es gibt noch die interne Versionsnummer, die seit Windows XP auf 6.x steht, die soll hier aber keine Rolle spielen.)

[table]

Produkt-Name,Release

Windows NT 3.x,3

Windows NT 4.x,4

Windows 2000,5

Windows XP,6

Windows Vista,7

Windows 7,8 (sic!)

Windows 8.x,9

Windows 10,10 qed!

[/table]

Wikipedia hat ein paar Hinweise dazu, warum Microsoft bei NT mit der Version 3.1 gestartet ist.  Unter anderem, dass Microsoft für das Novell Network Protokoll IPX nur eine Lizenz für „Windows in Version 3.1“ hatte. Man kann sich Bill Gates vorstellen, wie er mit einem verschmitztem Grinsen die Entscheidung für „Windows NT 3.1“ trifft, nur um Novell zu ärgern.

Aus der Geschichte gibt es noch einen anderen Grund, warum Version 3 nicht unbedingt falsch ist. Als IBM und Microsoft noch zusammen OS/2 entwickelten, lief das „Windows NT“-Projekt unter dem Namen „NT OS/2“ bzw. „OS/2 3.0“ und sollte einen „new technology“ Kernel (32bit)  für das damals noch ziemlich 16bittige OS/2 liefern. Zumindest war das die Version, die man IBM erzählte :)

Das Unternehmen „new technology operating system“ hatte also von Anfang an die Version 3.x als Zielmarke. Insofern können wir „Windows 10“ als 10. Ausgabe von Windows NT ansehen. Solange wir uns darauf einigen können, beim Zählen mit 3 anzufangen.

How the Web was Born

Das CERN (europäisches Kernforschungszentrum, das uns das WorldWideWeb geschenkt hat) erstellte zum 20. Jubiläum des ersten plattform-übergreifend verfügbaren Web-Browsers einen … Web-Browser. Wer hätt’s gedacht! Nämlich den Line Mode Browser.

Wer mit Netscape aufgewachsen ist (sozusagen der Ur-Opa vom Firefox, wie wir ihn heute kennen), hatte das Glück, schon einen grafischen Browser zu verwenden. Kurz davor gab es entweder Tim Berners-Lee eigenen grafischen Browser (der aber nur auf den NeXT-Workstations lief) oder eben den Textbildschirm-Browser line-mode. Aber warum erklär‘ ich das? Die Seite des CERN ist sehr schön gemacht und mit vielen Hintergrundinformationen angereichert.

Und sie haben den ollen line mode browser im modernen Browser nachgebaut. Inklusive des Klackerns einer IBM-Tastatur, wenn ihr eine Taste drückt.  Und ich liebe den Terminal-Zeichensatz, die kleinen t vor allem!

Einen guten Überblick über die Entwicklung der grafischen Web-Browser in den frühen Tages des WWW gibt Before Netscape: the forgotten Web browsers of the early 1990s von arstechnica. Und CERN hat außerdem noch Twenty years of a free, open web.

[Und die Überschrift ist eine Reminiszenz an „How the West was Won and Where it got Us“, Album und Song von R.E.M.]

Falling Bodies Tumble Cross the Floor

Noch ein bisschen aufräumen: inpc.tumblr.com wird aufgelöst, hat es nicht mal auf ein Dutzend Einträge gebracht. Als da wäre:

Spacelog Apollo 13 …  so spannend wie der Film.

Falsch gehende Sonnenuhr

TV Buddha by Nam June Paik (broken, meh)

Neue Website, scroll ein bisschen, der TV Buddha ist eines der ersten Bilder.

[Update: Nam June Paik on artsy.net]

Religions venn diagram of the day … Was Google Suggest zu Religionen vorschlägt, in Screenshots und als Mengen-Diagramm

Apple: Their Tablet Computer History

Corner Office … Sehr cooles Eckbüro. Für die Ecke im Garten.

Penguin Cat

Jetzt noch schnell die geänderten Nutzungsbedingungen abgelehnt, und die Sache ist erledigt.

[Und die Überschrift mit tumble-Bezug ist aus Talking Heads „Born under Punches (The Heat Goes on)“]

 

Computer-Geschichte: Silicon Graphics

Silicon Graphics hat in den 1980 Jahren das Thema Computer Generated Imagery (CGI) als Pionier vorangetrieben. Die Seite sgistuff.net stellt historische Hardware und Software von SGI zusammen und bildet damit ein (umfassendes!) Archiv für die Nachwelt.

Auf der Seite zum allerersten System, einem Grafik-Terminal, findet sich der interessante Hinweis: „The mainboard in the IRIS 1×00 machines was Licensed from Andy Bechtolsheim, Stanford University before Sun was founded.“ Das bedeutet, dass die ersten SGI- und SUN-Systeme gemeinsame „DNA“ haben. Cool, oder?

Auf ein FAQ zu den frühen SGI-Systemen bin ich auch noch gestoßen.

Coders and Programmers at Work

Auf Coding Horror wird das Buch «Coders at Work» empfohlen, das ich ohne weiteres Nachdenken auf meine Amazon-Merkliste gesetzt habe. Dabei wird auch ein Vorläufer dieses Buchs namens «Programmers at Work» erwähnt, mit Interviews aus dem Jahre 1986 mit Bill Gates, Gary Kildall &c., und zumindest Teile dieses Buchs (das für exorbitante Preise in den Gebrauchtbuchhandlungen steht) werden nun im Blog zum Buch bereitgestellt. Der nächste Leseabend ist damit verplant.

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Bilder eines Stars


Screenshots vom Xerox Star, einem der Urvater aller Personal Computer,
schon damals mit Ethernet, Fenstern, Maus und Mail.
http://www.digibarn.com/collections/screenshots/xerox-star-8010/index.html
Viel weiter sind wir seitdem nicht gekommen. Alle Konzepte, die im Mac
und dann in Windows und heute in Gnome und KDE zum hundertsten Mal
wieder aufgekocht werden, waren schon da. Alles, was wir seitdem
„dazuerfunden“ haben, ist Farbe. (Der Alto war schwarz/weiß, wie auch
die ersten Macs.)
(via Peter Glaser: http://blog.stuttgarter-zeitung.de/?p=13289)

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