The Internet of Enthusiasts

Greift nur hinein ins volle Menschenleben!
Ein jeder lebt’s, nicht vielen ist’s bekannt,
und wo Ihr’s packt, da ist’s interessant.

Mit diesem Zitat aus Goethes Faust möchte ich auf ein paar Wissensgebiete hinweisen, die bestimmt nichts für jeden sind, aber im Internet doch Platz haben und auf die warten, die ein – wenn auch nur kursorisches – Interesse an ihnen haben. Als da wären:

Der Lexikaliker

„Unsortierte Alltäglichkeiten, merkwürdige Dinge und Bleistifte.“ ist der Titel des Blogs von Gunther Schmidt, in dem es um Schreibgeräte aller Art, aber vor allem Bleistifte und die Geschichte ihrer Hersteller geht. Herr Schmidt führt ein regelrechtes Museum aktueller und historischer Blei- und Buntstifte.

Besonderer Augenmerk gilt auch einem bestimmten Modell eines Spitzers, der sog. „Granate“.

Ähnlich wie beim Schockwellenreiter sorgt auch hier ein Hund für Bildmaterial abseits der Schreibwerkzeuge. Kisho ist ein japanischer Shiba Inu.

Ich meine, ich habe keine Verwendung für Bleistifte (ein Dutzend hält bei mir schon ein Dutzend Jahre ohne auch nur zur Hälfte aufgebraucht zu sein), aber Lust habe ich nach der Lektüre dieses Blogs schon!

Die Typographin

Indra Kupferschmid ist Professorin an der Hochschule der Bildenden Künste Saar und schreibt in ihrem Blog kupferschrift über aktuelle und neuzeitliche Aspekte der Typographie.

Sie beteiligte sich unter anderem an dem Streit um die Helvetica, schuf aber auch eine Übersicht über die Ursprünge der Helvetica und der mit ihr verwandten Schriften.

Daneben eine Einführung in die Schriftklassifikation und Some Types Explained, sowie kurze Texte über Design an sich:

Ich mag Schriften und Layout, auch wenn es nicht mein Beruf ist. Hatte an der Schule ca. 1991 eine Jubiläumsschrift layouten helfen, in Timeworks Publisher, und bin seitdem von ad-hoc Formatierungen (hier mal fett, da mal kursiv) geheilt. Formatvorlagen sind wichtig, wenn man 100 Seiten einheitlich zu Papier bringen will, und schon ab dem zweiten Absatz Text hilfreich.

Der Computer-Archäologe

Und jetzt mal zu etwas ganz anderem: The 8-Bit-Guy arbeitet in seinen YouTube-Videos alte Hardware auf, gibt Tipps, um den Gilb von den Gehäusen alter Hardware zu entfernen.

Daneben stellt er vor, wie Spiele damals hätten klingen können, wenn man eine Roland MT-32 gehabt hätte (die damals im Soundkarten-Menü von vielen Spielen auftauchte). MT-32 war ein Synth-Modul, das vom PC über MIDI angesteuert wurde und deutlich besseren Sound lieferte als der olle Soundblaster.

Daneben betreibt er noch den Channel 8-Bit Keys, in dem er alte (und stellenweise neue) Keyboards unter die Lupe nimmt (auseinanderschraubt). Als Zugabe spielt er die Titelmusik bekannter Spiele-Klassiker. What’s not to like?


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