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„Set this House in Order“ oder „Ich und die anderen“

(Erstveröffentlicht am 04.03.2005, aber das Buch begleitet mich in Gedanken immer noch, daher habe ich diesen Blog-Eintrag refurbished.)

Es gibt ja viele Leute, die schwören, dass man Bücher im Original lesen muss (sofern man der Sprache mächtig ist), weil man ja (nie) weiß, wie sehr die Übersetzer den Inhalt verändern.

Amazon lädt nun ein, selbst ein wenig vergleichende Literatur-Analyse zu betreiben. Es bietet nämlich Matt Ruff’s Roman „Set this House in Order“ im Bundle mit der deutschen Übersetzung „Ich und die anderen“ an.

Nun will und kann ich nicht die Qualität der deutschen Übersetzung beurteilen (weil ich sie nicht gelesen habe, sondern das englische Original). Aber bleiben wir einfach beim Vergleich des Titels und des Umschlagsbildes (wobei ich zunächst einen Einblick in die Geschichte geben muss):

Matt Ruff erzählt die Geschichte von Andy, einer multiplen Persönlichkeit, die die verschiedenen Seelen, die in ihrer Brust wohnen, in einem ideelen Haus versammelt hat. Bevor das Haus gebaut wurde, wußten die einzelnen Seelen nichts voneinander und bedienten sich abwechselnd „ihres“ Körpers, je nachdem, wer gerade den stärksten Drang nach außen hatte.

Durch den Bau des Hauses, in dem jede der Seelen ein Zimmer hat, wurden sich die Seelen der jeweils anderen bewußt und fanden sich zu einer Kooperation zusammen. Die Seele von Andy steuert den Körper die meiste Zeit, andere Seelen dürfen aber zu bestimmten Zeiten „raus“. Sie haben Duschprivilegien und dürfen im Kaufhaus je 2 Dollar in ihrer bevorzugten Abteilung ausgeben.

Andy arbeitet in einem High-Tech-Start-Up, der sich mit Virtual Reality beschäftigt. Andy wurde dort eingestellt, weil die Chefin des Unternehmens die Multiple Persönlichkeit erkannte und der Meinung ist, dass sie mit dem Haus quasi selbst eine virtuelle Realität geschaffen habe, sich also bestens mit der Materie auskennen müsse. In der Firma trifft Andy auf Penny, genannt „Mouse“, die ebenfalls eine Multiple Persönlichkeit ist, das aber nicht weiß.

Auch Penny’s Seelen haben einen Weg gefunden, miteinander zu kommunizieren. Anders als bei Andy jedoch nicht in einem „Haus“, sondern über den Umweg von Briefen und Listen, die Penny schon seit sie sich erinnern kann immer wieder findet, die ihr Dinge enthüllen und Aufträge geben.

Andy versucht, Penny zu helfen, ihre Seelen ebenfalls zu ordnen. Dabei kommen allerdings zwei von Andys eigenen Seelen in die Quere, die Andy noch nicht kennt …

Und dieser Abriß bezieht sich nur auf das Innenleben, das im ersten Viertel des Buches geschildert wird. Im Roman geht auch im realen Leben einiges vor sich, und es kommt zu einem Road-Trip, der eine Reise in die verdrängte Vergangenheit ist, als Andy versucht, das Haus wieder in Ordnung zu bekommen.

Zurück zum Titel: Meinem Geschmack nach passt „Set this House in Order“ sehr gut zu dem Buch, weil die Haus-Metapher im Mittelpunkt steht. Der deutsche Titel „Ich und die anderen“ nimmt dieses zentrale Element aus. Und wenn man die Titelbilder vergleicht, fällt mir noch etwas auf:

Umschlagbild von Set this House in Order (Quelle: Amazon.de)Umschlagbild von Ich und die anderen (Quelle: Amazon.de)

Die deutsche Ausgabe sieht für mich nach einem Buch aus, das eine lustige Geschichte enthält. Der Einband ist bunt, die „Handschrift“ im Titel suggeriert ebenfalls Frohsinn. Der Einband der englischen Ausgabe ist in kühlem Grau-Blau gehalten, das Bild des Hauses ist segmentweise gegeneinander verschoben, was man aber erst auf den zweiten Blick bemerkt. Für mich eine sehr schöne optische Umsetzung der Unordnung des Hauses.

Das Buch ist einfühlsam geschrieben und es hat lustige Stellen, zum Beispiel wenn Andy’s Frühstücks-Ritual beschrieben wird, wo viele Seelen nach ihrem Geschmack speisen – aber jede nur ein paar Bissen. Aber es ist bestimmt kein Spaß-Buch!

Da Matt Ruff aber vom seinem deutschen Verlag offensichtlich in die Spaß-Schublade gepackt wurde, nachdem er „Fool on the Hill“ und „G.A.S.“ geschrieben hatte (die ich übrigens beide nicht in die Spaß-Schublade stecken würde, weil sie beide ihre dunklen Momente haben und nicht in erster Linie Lacher an Lacher reihen), muss nun dieses Buch auch nach Spaß aussehen. Sonst fühlen wir Leser uns ja vielleicht verunsichert.

Um es ganz klar zu sagen: Ich bin ein großer Fan dieses Buches! Matt Ruff hat einen schwierigen und ungewöhnlichen Stoff genommen und ihn mit seinen zwei Hauptfiguren, Andy und Penny, hart aber einfühlsam erzählt. Ich habe das Buch in wenigen Tagen verschlungen – denn so schwer die Geschichte für Penny und Andy ist, für den Leser ist sie keine Quälerei. Aber ein lustiges Buch ist es eben nicht. Und sollte auch vom Verlag nicht als solches verkleidet werden.

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Haben wollen: Steve Jobs and the NeXT Big Thing

(Erstveröffentlicht am 05.03.2005, ergänzt)

Wo sind Books on demand, wenn man mal wirklich einen demand hat?

Ich hätte wirklich gerne „Steve Jobs and the NeXT Big Thing“ von Randall Stross, aber in Deutschland scheint mir niemand dieses Buch zu einem vernünftigen Preis verkaufen zu wollen. Nicht mal bei ebay.

Das Buch erzählt die Geschichte von NeXT Computer Inc., der zweiten Firma, die von Apple-Chef Steve Jobs mitbegründet wurde und die für ihre leistungsstarke und benutzerfreundliche Kombination aus Unix, einem komplett objekt-orientierten Anwendungsentwicklungssystem und einer wegweisender Oberfläche auf fortschrittlichster Hardware bekannt war. Vieles von dem, was Mac OS X heute hat und ist, basiert auf dem NeXT-Betriebssystem NeXTStep.

Tja, wenn das Verlangen (=demand) nach diesem Buch anhält, werde ich vielleicht doch einen Import aus Amerika in Betracht ziehen. Hat das schon mal jemand gemacht? Funktioniert das?

Wired Buchkritik

(Update 2021: Ja, ich habe das Buch inzwischen gekauft und gelesen und das meiste wieder vergessen. Aber ich will ja eh irgendwann mal über all diese Bücher bloggen. Bei vielen dieser Ausarbeitungen ist das Problem, dass die Autoren die harten technischen Themen meiden, um das Publikum nicht zu erschrecken. Genau die würden mich aber interessieren.)

(Und es gibt ja inzwischen ein hübsches Coffee Table Book mit vielen Fotos aus den ersten NeXT-Jahren, aus der Newton-Entwicklung bei Apple, über Adobe … sehr schön, übrigens: Fearless Genius: The Digital Revolution in Silicon Valley 1985-2000)

Wired Buchkritik, dazu (mit vielen Fotos aus dem Buch)

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Reste von der Leseliste

Vor Zeiten gab es in vielen Blogs eine sogenannte Blog-Roll, eine Liste von Blogs, die die Autor*in des Blogs regelmäßig laß oder zumindest ihren Leser*innen zur Lektüre empfahl. Auch mein Blog hatte so eine Roll, wie ich gestern beim Durchforsten der „Dokumente“-Ordners feststellte. Viel ist davon nicht geblieben, aber ein paar alte Bekannte gibt es doch noch, die ich hier gerne wiederentdecke.

Waiter Rant

Waiter Rant war damals Kellner, hat köstliche Kurzgeschichten über die Restaurant-Gäste geschrieben, die er bedient hat. Hat daraus sogar ein Buch gemacht und seine 15 Minuten Internet-Berühmtheit genossen. Er schreibt immer noch unter waiterrant.net, und auch wenn es jetzt eher um seine Familie und seinen neuen Beruf geht, haben seine Berichte aus dem Alltag für mich nichts von ihrem Charme eingebüßt.

DigiBarn

Ein Museum für Computer, eine Fundgrube für die Erforschung des digitalen Mittelalters und der frühen Neuzeit. Nur knapp den kalifornischen Wildfires entkommen, wie ich erschrocken auf der WebSite lesen musste.

The Mothership

Auch immer noch online und eine hilfreiche Ressource für alle, die alte Macs zu ihren Hobbies gemacht haben, ist das Mutterschiff. Hier gibt es Software zum Download für die alten System 7 und früher-Macs und sogar noch für die Lisa.

GUIdebook

Eine weitere Seite für Historiker, das GUIdebook, das die Entwicklung der modernen grafischen Benutzeroberflächen dokumentiert. Bevor es modern wurde, auf Bildschirmen herumzutouchen!

Darunter auch eine unglaublich detaillierte Aufbereitung des Apple Lisa, mit kommentierten Screenshots und Interviews der Projektleiter (u.a Larry Tesler) etc.

Ist Ihr Chef ein Psychopath?

Unter dieser Überschrift verlinkte ich 2005 einen Artikel aus FastCompany. Fast erwartete ich, auch diesen Link abschreiben zu müssen, aber nein, FastCompany gibt es noch und den Artikel unter dieser URL auch noch. Erstaunlich!

[…] Then Hare came out with a startling proposal. He said that the recent corporate scandals could have been prevented if CEOs were screened for psychopathic behavior. „Why wouldn’t we want to screen them?“ he asked. „We screen police officers, teachers. Why not people who are going to handle billions of dollars?“[…]
[…] „I always said that if I wasn’t studying psychopaths in prison, I’d do it at the stock exchange.“
[…] Psychopaths succeed in conventional society in large measure because few of us grasp that they are fundamentally different from ourselves. We assume that they, too, care about other people’s feelings. This makes it easier for them to „play“ us. Although they lack empathy, they develop an actor’s expertise in evoking ours. While they don’t care about us, „they have an element of emotional intelligence, of being able to see our emotions very clearly and manipulate them,“ says Michael Maccoby, a psychotherapist who has consulted for major corporations.

Is Your Boss a Psychopath? FastCompany

Und nachdem wir Trumpism Ep. 1 knapp überlebt haben, kann ich nur sagen, dass ich das weiterhin für eine gute Idee halte.

Honorable Mentions

Von der BlogRoll aktuell weiterhin im Netz die altgedienten Recken:

  • Tim Bray (inzwischen pensioniert, Einsichten in Boote und elektrische Jaguars)
  • BILDblog (leider immer noch notwendig)
  • lawblog (Anwalt Udo Vetter aus Düsseldorf)
  • vowe.net (Volker Weber, weiterhin unersetzlicher Produkttester und Empfehler, demnächst vermutlich mit vielen Tipps zu WordPress)

Weiter so!

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Tabs of YesterQuarter

Da lese ich interessante Dinge auf dem iPhone beim Warten in der Arztpraxis, während die Software neu übersetzt wird oder (ja, Sie denn nicht?) auf dem Klo. Und dann lasse ich das Tab offen, weil ich es wiederfinden will – auf dem Smartphone sammeln sich meanwhile offene Tabs. Hiermit werden aus offenen Tabs Blog-Einträge:

Die Anteile der Länder an der Oberfläche der Erde, oder im Original: Visualizing Countries by Share of Earth’s Surface, ein Kreisdiagramm, das mal wieder schon vor Augen führt, dass wir auf einem Wasserplaneten leben. Unter diesen Umständen halte ich die evolutionäre Einsparung der Kiemen für einen Fehler 🙂

Kam bestimmt über kottke.org, bei dem es eigentlich jeden Tag etwas wundervolles zu entdecken gibt.

Das Leben von Josephine Baker als graphic novel: Josephine Baker by Catel and Bocquet – a triumph of research and astounding detail
Eine Buchvorstellung, die einen Überblick über das reichhaltige Leben der Sängerin, Schauspielerin und Spionin (diese Aufzählung ist unvollständig).

But also a woman whose wisdom and determination burst the seams of US racial segregation, whose rise to the heights of stardom in France and indeed worldwide (she was the first black actor to star in an international movie) directly challenged the institutionalised racism of her home nation.

Josephine Baker …

Links zum Einkauf dieses Werks gibt es bei der Rezension, weitere Werke in dieser Art gibt es bei selfmadehero.com.

Eine Programmiersprache, so alt und stabil wie römische Aquädukte: Why COBOL will never die. Die Common Business-Oriented Language gibt es schon 1969 und liegt unserem internationalen Zahlungsverkehr genauso zu Grunde wie dem internationalen Flugverkehr und ziemlich vielen Lohn-, Gehalts- und Rentenabrechnungen.

This turns the new-new-thing hype of Silicon Valley on its head, of course. It’s a sector obsessed with the hottest, latest thing — but as any programmer can tell you, the hottest, latest thing that just got shipped at 2 am is gonna be a rickety kluge of buggy code. That old COBOL, though? In service since the days of early MTV? It’s tough as old boots.

Why COBOL will never die

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To The Jackpot

(Das Jahr in Büchern.)

(Und, Nein, ich habe nicht annähernd soviel gelesen wie ich hätte können oder vielleicht sogar sollen.)

William Gibson „Agency“

Ich weiß nicht mehr, wer das Video empfohlen hat, aber taugt gut als Titel-Sequenz für William Gibson’s aktuelle Jackpot-Trilogie. William Gibson, der Erfinder des Cyber Space, rückt mit seinen vormals in einer fernen Zukunft spielenden Büchern immer näher an die Gegenwart, wird zum Teil während des Schreibens von ihr überholt. („20 Minutes into the Future“, wie Max Headroom damals.)

Mich hat der zweite Teil der Trilogie „Agency“ relativ kalt gelassen. Die Dialogteile der KI waren sehr gelungen, aber der Rest der Handlung war nur ein rastloses Hin und Her zwischen locations.

Ich bin gespannt, wie der dritte Teil die Reihe fortführt.

Colson Whitehead „The Underground Railroad“

Dieses Buch schildert das Verbrechen Sklaverei an einigen wenigen Personen, es macht deutlich, wie die Gewalt aus diesen Jahren bis heute die Politik formt. Es wirft ein Licht auf das unglaubliche Unterfangen, unterirdische Eisenbahnlinien zu bauen, um geflohene Sklaven in den halbwegs sicheren Norden zu bringen. Und auf das white privilege, über rechtschaffene Bürger herzufallen, nur weil sie eine andere Hautfarbe haben. Und dann, wie um zu bestätigen, dass das alles nicht vergangen ist, George Floyd.

Steve Hackett spielt mit Country- und Eisenbahn-Motiven in seinem Song „Underground Railroad“, der unter anderem auch von Colson Whitehead’s Bestseller inspiriert ist. => UNDERGROUND RAILROAD (Steve Hackett’s Blog)

NB: Was ein Küstenverlauf der Kreidezeit mit den amerikanischen Prsäsidenschaftswahlen zu tun hat:

The voting pattern of those counties on the map follows the Cretaceous coastline of 100 million years ago — the plankton fell, the cotton grew, the enslaved people bled into that rich soil, and their descendants later helped a black man reach the White House.

How the Cretaceous Coastline of North America Affects US Presidential Elections

Wikipedia dazu.

Amal El-Mohtar, Max Gladstone: This Is How You Lose the Time War

Ein Buch, mit dem man die englische Sprache lieben lernen kann. Zwei widerstreitende Kräfte binden und lösen die Stränge der Zeit, wie sie es brauchen, um ihrem jeweiligen Ziel näher zu kommen. Zwei Kämpferinnen dieser Kräfte beginnen eine Korrespondenz miteinander und die Sprache ihrer Briefe ist reine Poesie. Details zur Story verrate ich nicht 🙂 Ein Buch zum Schwelgen!

Matt Ruff: 88 Names

Hach, ich mag Matt Ruf, aber wie wenig andere „meiner“ Schriftsteller hat er eine fatale Tendenz, einem sehr guten ein eher mittelmäßiges Buch folgen zu lassen.

  • Fool On The Hill, großartig; Sewer, Gas, Electric, meh
  • Set This House in Order, herzzerreißend; Bad Monkeys, fantastisch; The Mirage, ja mei!
  • Lovecraft Country, meisterhaft; 88 Names, mh-kay

88 Names schien mir stellenweise wie eine Variation zum Thema von REAMDE von Neal Stephenson, plus Cyber-Sex, minus NRA-Sponsoring. Naja, wenn das jetzt das nicht-so-gute Buch war, ist das nächste wieder großartig, ja?

(Von Neal Stephenson steckt ein angebrochenes D.O.D.O. im Kindle, vielleicht wird das 2021 mal was. Ich verspreche nichts!

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Älteres, abgestaubt

Aus 20 Jahren Bloggerei ein paar Einträge aus der Blogger-Ära (~2005?)

42 47 Ways To Say “Broken” 

Bei Tim Bray gibt’s eine gepflegte Liste englischer Ausdrücke für „Tut nicht!“ Besonders nett finde ich “long-term pending mode”. Das trifft ein oder zwei Features in meinem Projekt ganz gut!

Autoenigmatisch 

… sich selbst ein Rätsel sein.

Tori on Peter

Peter Gabriel taught me, when I worked with him a bit in the early 1990s, that attention to structure is what you have to develop if you’re going to be a composer/songwriter generating effective work throughout your life.

EXCLUSIVE Excerpt from ‚Tori Amos: Piece by Piece‘

Und viele weitere interessante Gedanken von Tori, deren neues Album am 22.2. herauskommt!

Update 2021: Weniger als 17 Jahre später habe ich mir dann mal das Buch bestellt. Der Link geht jetzt in die Wayback Machine, dieser völlig unbekannten Bewahrerin der Internetkultur. Mal wieder spenden, wenn Geld vorhanden, bitte.

ABOUT DAVE CUTLER… 

Da sucht man nun (nach der Lektüre von „ShowStopper“, dt.: „Der Krieg der Codes, Wie Microsoft ein neues Betriebssystem entwickelt“) nach Dave Cutler, dem Chef-Programmierer von Windows NT/2K/XP und stattdessen findet man diesen Mensch hier:

„Dave Cutler lives with his wife Carol and their two children and dog in Redding, CT. He is a graduate with honors from the School of Visual Arts and has been a free-lance illustrator for 20 years.“

About Dave…

Ein paar Klicks durch sein Portfolio entdecken ein Faible für Technologie und eine Leidenschaft für Menschliches – in schönen Farben und klaren Formen ausgeführt.

Update 2021: Inzwischen hat Dave Cutler bei Microsoft eine ordentliche Ehrung bekommen, The engineer’s engineer: Computer industry luminaries salute Dave Cutler’s five-decade-long quest for quality

Dave Cutler war nicht nur verantwortlich für die erste Version von Windows NT, nein, er leitet das Team, wie es aussieht, noch heute. Ob er wohl noch zum Codeschreiben kommt? (Update 2021: Inzwischen war er auch in Azure unterwegs und in der X-Box ebenfalls.)

Avie Tevanian

Und weil wir gerade bei Betriebssystem-Halbgöttern sind, hier Dave Cutler’s „Gegenspieler“, der Mensch, unter dessen Ägide das Mac OS X entstanden ist: Apple Kurz-Bio Avie Tevanian und ein Interview mit seiner Hochschule (CarnegieMellon). (Update 2021: Stattdessen die Oral History-Videos des Computer History Museum:)

Und zwei Links zum Werdegang von NeXTStep zu Mac OS X: (Update 2021: Links auf Wayback Machine umgestellt.)

It would be an understatement to say that OS X is derived from NEXTSTEP and OPENSTEP. In many respects, it’s not just similar, it’s the same. One can think of it as OpenStep 5 or 6, say. This is not a bad thing at all – rather than create an operating system from scratch, Apple tried to do the smart thing, and used what they already had to a great extent.

A Brief History of Mac OS X

Apple has leveraged a lot of existing open source software by integrating it well (usually) with their system: apache, bind, binutils, cvs, gcc, gdb, gimp_print, kerberos, mysql, openssh, openssl, pam, perl, postfix, ppp, python, rsync, samba, and many more BSD/GNU/other packages … are all part of Darwin.

Architecture of Mac OS X
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The Graphing Calculator-Story

My skunkworks project was beginning to look real with help from these professionals as well as others in graphic design, documentation, programming, mathematics, and user interface. The secret to programming is not intelligence, though of course that helps. It is not hard work or experience, though they help, too. The secret to programming is having smart friends.

The Graphing Calculator Story

Von und über einen Entwickler, der ohne angestellt oder beauftragt zu sein, in einem Apple Büro eine schöne Anwendung schrieb, von der keiner wissen durfte.

In October, when we thought we were almost finished, engineers who had been helping us had me demonstrate our software to their managers. A dozen people packed into my office. I didn’t expect their support, but I felt obliged to make a good-faith effort to go through their official channels. I gave a twenty-minute demonstration, eliciting „oohs“ and „ahhs.“ Afterward, they asked, „Who do you report to? What group are you in? Why haven’t we seen this earlier?“ I explained that I had been sneaking into the building and that the project didn’t exist. They laughed, until they realized I was serious. Then they told me, „Don’t repeat this story.“

The Graphing Calculator Story