… und Twitter?

Mei, wenn wir hier schon beim social network aufräumen sind, könnten wir doch gleich auch mal Twitter wegsichern. Wobei ich dort, einer Empfehlung von Volker Weber folgend, schon weggeschmissen habe, was nicht über den Tag hinaus lustig/erhellend/relevant war.

  • Seminar-Angebot für alle, die’s satt haben: „Wege aus der Zukunft“
  • Liebe leere M&Ms-Tüte, wir wussten beide, dass es so enden würde.
  • Steve Reich’s „Clapping Music for One-Handed Con Artists“ – I would stand in line for this.
  • IT ist, was Neues anzufangen, nur weil das Alte funktioniert. Quasi eine Trotzreaktion.
  • Do presentations like Steve Jobs is going to give you feedback.

Q: „Was ist denn ein Halbelf?“
A: „Na, Papa ’n Elf, und Mama ’ne 10.“

Das war ja einfach.

Einen hab‘ ich noch

Noch ein wenig von Google Plus gerettetes:

  • Polterabend: Das organisierte Zerbrechen
  • Märchen für Medizinstudenten
    Und dann sagte Dr. Taube: „Ruckedigu, Blut ist im Stuhl“
  • Verstandskläranlage
  • Apple weist darauf hin, dass es sich – trotz des Namens – bei der iTunes Gift Card nicht um eines jener bei Banken gefürchteten toxischen Wertpapiere handelt.
Notre-Dame-du-Haut de Ronchamp
(alternate take, processed with Camera+)

Gespräch in einer Welt, in der Namen für IT-Systeme nicht so hoffnungslos euphemistisch (wie z.B. HERKULES der Bundeswehr oder das Reisebuchungssystem AMADEUS) sind:

Sachbearbeiter 1: Ich hab den Auftrag jetzt in FURUNKEL erfasst.
Sachbearbeiter 2: Alles klar, dann plane ich ihn in ABSZESS ein.
Sachbearbeiter 3: Und vergesst nicht, dass SEPSIS über’s Wochenende in Wartung ist.

„[D]ie Jungs von Radiohead oder Coldplay betonen ja selbst, wie stark wir [Genesis] sie mit unseren früheren Sachen beeinflusst haben. Wenn meine Kinder Radioheads „OK. Computer“ auflegen, habe ich manchmal das Gefühl, die lassen eine Tonspur mit meinen Keyboard-Parts von der „Lamb Lies Down On Broadway“-Session laufen.“

Tony Banks in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung 2004
I like to think of the Portico Quartet as the younger introvert brother of Radiohead.

Das ist das erste, was ich auf Google+ gepostet habe:

And we end with the beginning.

Und das war, in zwei Akten, was von Google Plus übrig blieb. Viele Dinge, die ich verlinkt habe, gibt es inzwischen nicht mehr, auch Youtube Videos sind verschwunden.

Neulich habe ich mich daran erinnert, dass ich vor vielen Jahren mal beim Crowd-Funding für ein neues E-Mail-Programm mitgemacht habe. Der Name war mir entfallen. Das Dingen heißt mailpile – und ist immer noch in Entwicklung :) Zum Glück hatte ich damals bei Google Plus darüber geschrieben.

Was ich auf Google Plus sagte

So schön der Anfang war mit Google+, mit Andy Hertzfeld und den interessierten Kreisen, ein Ansatz direkt aus der Mengenlehre, so sehr lässt mich das Ende eines weiteren Google-Dienstes kalt. Aber ein paar Dinge gibt es dort (noch), die es hier nicht gab, daher hier meine persönliche Rettungsaktion.

Geklopfte Sprüche

„Jedem Anhang wohnt ein Virus inne.“

„Wozu hat man eigentlich Kinder im Haushalt, wenn man den Kaffee dann doch selbst verschüttet?!“

„Ich committe mich zu nix – ich bin doch keine Datenbank!“

Neues Training // Jetzt Frühbucherrabbat sichern:
Brand Awareness für Feuerwehrleute

Jedem Ende wohnt ein Entzauber inne.

Nein, es heißt auf Beerdigungen nicht:
Erde, wem Erde gebührt.

Prokrastinateure entlasten das Multiversum von einigen fork()-Aufrufen.

Mein Sohn wird mal ein großer Musiker, er spielt schon jetzt zweihändig das Pandemonium.

Wenn du wissen willst, was von deinem ganzen sorgfältig zusammengekauften Lebensstil bleibt, such mal bei eBay nach „Haushaltsauflösung“. 

Stellenausschreibung
Zu besetzen ist zu einem zukünftigen Zeitpunkt eine
Professur (W3) für Nanomythologie

Tomb Raider
heißt jetzt
Tomb Twix
Sonst ändert sich ja nix.

Der Teeladen am Ende des Universums
Inhaber: Darth Jeeling

Neue Berufsbilder, heute:
Darmflorist/-in

Paragraph Lost
#wordprocessing

Song des Prokrastinateurs
(zu singen auf die McDonald’s-Melodie)
Bada-ba-ba-daah, verschiebe es!

Mampfmittelbeseitigungsdienst! Treten Sie von den Gummibärchen zurück!

ich, damals auf Google+

„Das Model war so dünn. Statt sie zu fotografieren, habe ich sie einfach an die Vogue gefaxt.“

Melaimmer
Melameistens
Melahäufig
Melaoft
Melamanchmal
Melaselten
Melanie

Es gibt kein richtiges Leben in Flaschen. #Marktlücke

Wenn das Leben Dir Pferdeäpfel gibt, mach Apfelsaft züchte Rosen.

Unerwartete Antworten von Kindern:
Ja!

Haushaltstipp

Kinderklamotten im Trockner auf Programm „Flegelleicht“

Konnte heute Nacht nicht einschlafen, musste an die Ernährungssituation der Riesen denken.

Es war einmal im Land der Riesen
Wo Gemüse aus dem Boden sprießen
Die Riesenfrauen auf ihren Knien
Riesenrüben aus dem Boden ziehen
Wo Riesen dann auf Zehenspitzen
Äpfel vom höchsten Ast stibitzen
Und Riesenmädchen mit (relativ) kleinen Händen
Aus den Beerenbüschen die Beeren entwenden

(c) Andreas Schödl

Von einem, der seine Socken auszog, um andere das Fürchten zu lehren.

Lachsack: SKU für Kichererbsen

„Ein hinreichend sicheres Passwort ist von einem fortgeschrittenen Perl-Programm nicht zu unterscheiden.“

icke, damals

Das sind keine Falten auf meiner Stirn, das sind Kühlrippen!

Mascarpone Diem #tiramisu

Gefundene Links

Schriftgröße und Zeilenhöhe für die Thunderbird Ordnerliste individuell anpassen

DIE STASI AM KÜCHENTISCH

Punch Brothers, 2+2=5 (Radiohead Cover, unplugged)

Secret World (Peter Gabriel Cover)

Dubai, Jeux sans frontiers (Peter Gabriel Cover, unplugged)

Morgan James, Sledgehammer (Peter Gabriel Cover)

LIVE AND DIRECT

THE DEFINITIVE ORAL HISTORY OF 1980S DIGITAL ICON MAX HEADROOM

Zwei Beispiele aus RealWorld 25, zur Feier des 25jährigen Bestehens von Peter Gabriels Plattenlabel.

Cities Reading List

Devon Zuegel stellt in ihrem Blog einige Bücher vor, die sich mit Stadtentwicklung und was wir über sie (nicht) wissen beschäftigen. Das ist ein Thema, dem ich mich gerne tiefer widmen würde, und tatsächlich sind ein paar Bücher auf ihrer ToDo-Liste entweder schon in meinem Bücherschrank oder auf der „Später“-Einkaufsliste eines großen amerikanischen Online-Händlers.

Vor einigen Jahren habe ich Ecology of Fear: Los Angeles and the Imagination of Disaster (in der deutschen Ausgabe Ökologie der Angst: Das Leben mit der Katastrophe) gelesen. Nach der Lektüre wundert einem weniger, dass letztes Jahr bei den großflächigen Waldbränden in Kalifornien viele Wohngebäude abgebrannt sind. Die Natur dort ist seit jeher auf gelegentliches Abbrennen angewiesen, man sollte da einfach keine Häuser hinbauen. Solche und viele weitere (altbekannte) Einsichten lassen sich allein aus diesem auf Los Angeles beschränktem Buch schöpfen.

(Was auch im Gedächtnis blieb: Häuser, die um einen kleinen Innenhof gebaut wurden, der im Brandfall zu einem Kamin wurde und das Feuer deutlich schneller und heftiger brennen ließ als das in vergleichbaren Wohngebäuden der Fall ist.)

(Und wenn wir schon dabei sein, ist auch The Ghost Map: The Story of London’s Most Terrifying Epidemic and How It Changed Science, Cities, and the Modern World ein Buch über Städtebau. Es geht um die Cholera-Epidemie in London 1854 und die detektivische Arbeit, ihren Ausbruch zurück zu verfolgen, zu einem Brunnen, seiner Wasserquelle und der Verunreinigung durch Abwasser auf dem Weg zum Brunnen. Und was man städtebaulich daraus gelernt hat. Spoiler: Abwasserkanäle sind eine gute Idee. Klammer zu.)

Zum zweiten Mal läuft mir in Devons Artikel eine Empfehlung für The Power Broker: Robert Moses and the Fall of New York über den Weg. Ein einzelner Mitarbeiter des New Yorker Bauamts gestaltet über eine Amtszeit von 40 Jahren komplett eine Metropole um. Ohne dass ihn jemand gewählt hat.

Und noch ein Buch von ihrer Leseliste, das schon länger halbgelesen auf meinem Nachttisch liegt, ist How Buildings Learn: What Happens After They’re Built von Stewart Brand (of Whole Earth Catalog fame).

In unserer zusammenstückelten kleinen Stadt bekommen Häuser inzwischen keine Change mehr zu lernen. In den letzten zwei Jahren wurde entlang der Hauptstraße gefühlt ein Viertel der Häuser abgerissen. Aus einer Wohneinheit wurden durch Neubau zwei, vier, acht, sechzehn und eine Seniorenresidenz.

Apropos, meine Vision vom Verkehr der Zukunft: Ein Mix aus autonomen Mittel- und Oberklasse-Limousinen und viele, viele Kleinstwagen der Pflegedienste, die uns (dann) alte Trottel versorgen.

Zu Devons Artikel werde ich spätestens zurückkehren, wenn der pile of shame abgetragen ist und neuer Lesestoff gebraucht wird.

Dieser Artikel hat keine Amazon oder sonstigen Affiliate Links, aus Gründen.

Sonos Group Therapy

As a proud owner of a Sonos zoo of five Play:1 I was somewhat disappointed that grouping the Play:1s upstairs didn’t work most of the time. We have one Sonos in the office, one in the sleeping room and one in the bathroom. We live in an expensive area, so our house is rather small and the rooms within are not to be thought of as wings of a palace.

Groups would work between the stereo pair in the living room downstairs and the bathroom and office speakers upstairs in every combination. Trouble always started when I added the sleeping room one to the mix. It wouldn’t play the music. But it would stop the whole group if I pressed the play button.

Additionally I noticed a certain sluggishness when operating the apps. It seemed to wait for something, sometimes. Hm.

Un-/Plugging all of the Sonos‘ at once didn’t help either. Swapping the sleeping room speaker with that of the bath room just transferred the odd behavior to the former bathroom occupant. So clearly, something was wrong in the network.

Now, we run a Fritz!Box and a Fritz Repeater. Looking at the list of connected devices I saw all of the Sonos‘ in the router’s list but only four of five on the repeater’s list. There seems to be the problem: I think the Sonos routing protocol wasn’t forwarded (or rather „backwarded“) to the router. The four Play:1s connected to the repeater could reach each other, but the one connected directly to the router was left out of essential parts of the conversation regarding grouping and un-grouping and what to play in the group.

All Sonos so far use the 2,4GHz WiFi network, so my fix was to disable the 2,4GHz network on the repeater. Now all Play:1s have to meet at the router. And lo and behold, grouping and ungrouping now works within a second, the „let me think“-cursor in the app is gone, too.

Support Your Artists

Die immer noch weitgehend ungeklärte Frage, die viele Anbieter von content (im Gegensatz zu Waren und Dienstleistungen) umtreibt, ist die langfristige Finanzierung ihres Lebensunterhalts.

Wer seine Besucher nicht komplett an die Werbemafia verraten verkaufen will, kann entweder zurückhaltende Werbung selbst verkaufen, wie das z.B. Daring Fireball und Kottke machen, sich einen Hauptsponsor suchen, wie das Thom Hogan mit B&H Photo macht. Oder er bittet seine Leser um regelmäßige Spenden, was dann auf eine Art Abonnement hinausläuft.

Dafür kann man unter anderem Paypal einsetzen, das auch wiederkehrende Spenden vorsieht. Oder man nutzt einen Mäzen-Dienst wie Patreon. Der erlaubt es den Geförderten ihren Förderern – abgestuft nach der Höhe der Zuwendung – zusätzliche Dienste anzubieten: Sneak Peaks, Q&As oder bei Comics zusätzliche Skizzen oder Nebengeschichten.

Ich fördere auf diesem Weg zwei Webcomics und mein Lieblings-Photo-Blog: The Online Photographer.
Die beiden Webcomics sind paranatural.org und sinfest.net. Sinfest ist recht neu bei Patreon und die Förderung hat dort schon Wirkung gezeigt: Wenn man auf dem Smartphone oder Tablet bei sinfest.net unterwegs war, kam meistens eines dieser wirklich nervigen ausweglosen Pop-Over „Sie haben ein iPhone gewonnen“ oder eine siebenfache Umleitung auf eine obskure Website. Seit sinfest.net bei Patreon ist, kann man es auch auf mobilen Geräten lesen.

Alle drei Angebote erhalten aktuell je fünf Dollar im Monat von mir. Ist das viel? Kommt darauf an ;) Wenn alle Leser fünf Dollar Spenden würden, hätten wir drei neue Millionäre. Davon sind die drei content creators aber noch deutlich entfernt. Dazu kommt, dass auch die Plattform ihren Obolus abzieht. Ärgerlicherweise fällt sogar Umsatzsteuer an.

Wir Leser und Nutzer müssen uns irgendwann darauf zurückbesinnen, dass alle Dinge etwas kosten. Es gilt der weise Satz: Wenn Du nicht zahlst, bist Du nicht der Kunde, sondern die Ware.

Ich habe es ja schon mal geschrieben, dass auch mein Mail-Postfach ein bezahltes ist, genauso wie ich eine tageszeitung und eine Wochenzeitung unterstütze, alle meine Musik bezahle und ein paar Euro im Monat für Smartphone Apps ausgebe. Mir ist es lieber, die Menschen direkt zu entlohnen als mich ständig von Werbung nerven zu lassen.

Eine Monetarisierung findet nicht statt

Dieses Blog ist meine Privatangelegenheit. Sein Betrieb kostet fünf Euro im Monat (bei Uberspace) und ein bisschen Enthusiasmus (aus Eigenproduktion). Es muss kein Geld verdienen und ich verzichte daher auf die Teilnahme an Affiliate-Programmen. Links zu Amazon oder anderen Händlern dienen nur dazu, besprochene Produkte aufzufinden, ich erhalte dafür keine Provision.

Ich empfehle stattdessen, Käufe bei Amazon über die Adresse smile.amazon.de einzuleiten und dort eine gemeinnützig Vereinigung Ihrer Wahl zu unterstützen.

Alle Daten, die beim Betrieb einer Website unvermeidlich anfallen, wie Log-Dateien des Webservers und der einzelnen Anwendungen, werden zu technischen Analysen im Fehlerfall genutzt. Es findet keine Auswertung und kein Verkauf zu kommerziellen Zwecken statt.

In diesem Blog ist das WordPress-Plugin Jetpack aktiv, das eine Statistik über die Besucher erstellt. Wo möglich, sind alle weitergehenden Auswertungen abgeschaltet, aber siehe dazu die Datenschutzerklärung.

Gut ausgebaute Schriftfamilien, umsonst bis billig

Gute Schriftarten sind teuer, wenn man sie bei Herstellern wie Linotype oder Monotype (z.B. Fontshop) oder Adobe kauft. Aber Unternehmen wie IBM und Institutionen wie das CooperHewitt-Museum geben Hausschriften in Auftrag und geben die dann für die Öffentlichkeit frei.

Ein paar Beispiele von sehr gut ausgebauten Schriftfamilien sind:

  • IBM Plex ist in der über hundertjährigen Geschichte von IBM die erste speziell für IBM entworfene Schriftfamilie. Bisher herrschte bei IBM die Helvetica, an der man sich wegen ihrer weiten Verbreitung (auch als Abklatsch Arial) doch satt gesehen hat. Plex ist eine Super-Family aus Sans, Serif und Monospace (speziell für Code)

    Diese Diashow benötigt JavaScript.

  • Mozilla Fira ist für das inzwischen wieder beerdigte Firefox OS bestellt worden. Es basiert auf Erik Spiekermanns FF Meta, mit Abweichungen in der x-Höhe bei gleicher Schriftgröße, ansonsten aber optisch sehr ähnlich. Sie ist inzwischen in den Varianten Normal, Condensed und Compressed mit vielen Stärken von fadendünn bis richtig fett verfügbar, bringt es damit auf über 90 Schnitte, und das für DTP und Web … Galore!
    Fira Sans Condensed
  • intel Clear fällt dagegen fast schon mager aus, nur acht Schnitte von dünn bis fett plus italics bilden diese nüchterne Sans-Schrift, deren Design-Ziel gute Lesbarkeit auf Displays war.
  • CooperHewitt hat als Smithsonian Design Museum selbstverständlich Anrecht auf sein eigenes Schriftdesign. Um so schöner, dass sie es mit uns teilen. Als Sans-serif-Schrift natürlich auf der nüchternen Seite, aber als Museums-Ableger schlank und elegant. Alle sieben Varianten von Thin bis Heavy sind auch als kursiv im Vorrat.

Wie man bei der Betrachtung der Schriftmuster sieht, fehlt ihnen allen noch das recht neu definierte große Scharf-S. Bei der sonstigen Qualität dieser Schriftarten ist das aber Jammern auf hohem Niveau.

Bis zu diesem Punkt war alles umsonst, jetzt kommt ein spezielles Geschäftsmodell:

Die atipo foundry ist ein spanisches Design-Haus, das ein Dutzend Schriftfamilien für „pay what you want“ zum Download anbietet. Die Schriften sind in der Regel gut ausgebaut, es gibt mit Bariol/Bariol Serif auch eine Super-Familie. Die Mindestpreise rangieren zwischen 6 (Bariol) und 15 Euro (Noway) mit jeweils acht bis zehn Schnitten. Daneben gibt es diese Familien auch für die Nutzung im Web, wo dann je Projekt (WebSite) eine Lizenz zu zahlen ist. Wenn man sieht, dass andere Anbieter für einen einzigen Schnitt zwischen 20 und 60 Euro möchten, kann man das Angebot von atipo nur als Schnäppchen bezeichnen.

The Internet of Enthusiasts

Greift nur hinein ins volle Menschenleben!
Ein jeder lebt’s, nicht vielen ist’s bekannt,
und wo Ihr’s packt, da ist’s interessant.

Mit diesem Zitat aus Goethes Faust möchte ich auf ein paar Wissensgebiete hinweisen, die bestimmt nichts für jeden sind, aber im Internet doch Platz haben und auf die warten, die ein – wenn auch nur kursorisches – Interesse an ihnen haben. Als da wären:

Der Lexikaliker

„Unsortierte Alltäglichkeiten, merkwürdige Dinge und Bleistifte.“ ist der Titel des Blogs von Gunther Schmidt, in dem es um Schreibgeräte aller Art, aber vor allem Bleistifte und die Geschichte ihrer Hersteller geht. Herr Schmidt führt ein regelrechtes Museum aktueller und historischer Blei- und Buntstifte.

Besonderer Augenmerk gilt auch einem bestimmten Modell eines Spitzers, der sog. „Granate„.

Ähnlich wie beim Schockwellenreiter sorgt auch hier ein Hund für Bildmaterial abseits der Schreibwerkzeuge. Kisho ist ein japanischer Shiba Inu.

Ich meine, ich habe keine Verwendung für Bleistifte (ein Dutzend hält bei mir schon ein Dutzend Jahre ohne auch nur zur Hälfte aufgebraucht zu sein), aber Lust habe ich nach der Lektüre dieses Blogs schon!

Die Typographin

Indra Kupferschmid ist Professorin an der Hochschule der Bildenden Künste Saar und schreibt in ihrem Blog kupferschrift über aktuelle und neuzeitliche Aspekte der Typographie.

Sie beteiligte sich unter anderem an dem Streit um die Helvetica, schuf aber auch eine Übersicht über die Ursprünge der Helvetica und der mit ihr verwandten Schriften.

Daneben eine Einführung in die Schriftklassifikation und Some Types Explained, sowie kurze Texte über Design an sich:

Ich mag Schriften und Layout, auch wenn es nicht mein Beruf ist. Hatte an der Schule ca. 1991 eine Jubiläumsschrift layouten helfen, in Timeworks Publisher, und bin seitdem von ad-hoc Formatierungen (hier mal fett, da mal kursiv) geheilt. Formatvorlagen sind wichtig, wenn man 100 Seiten einheitlich zu Papier bringen will, und schon ab dem zwieten Absatz Text hilfreich.

Der Computer-Ärcheologe

Und jetzt mal zu etwas ganz anderem: The 8-Bit-Guy arbeitet in seinen YouTube-Videos alte Hardware auf, gibt Tipps, um den Gilb von den Gehäusen alter Hardware zu entfernen.

Daneben stellt er vor, wie Spiele damals hätten klingen können, wenn man eine Roland MT-32 gehabt hätte (die damals im Soundkarten-Menü von vielen Spielen auftauchte). MT-32 war ein Synth-Modul, das vom PC über MIDI angesteuert wurde und deutlich besseren Sound lieferte als der olle Soundblaster.

Daneben betreibt er noch den Channel 8-Bit Keys, in dem er alte (und stellenweise neue) Keyboards unter die Lupe nimmt (auseinanderschraubt). Als Zugabe spielt er die Titelmusik bekannter Spiele-Klassiker. What’s not to like?

Chill Out

Auf Longboards durch Spanien: Endless Roads

Sieben Frauen durchqueren spanische Landschaften auf Longboards, mit entspannter Musik unterlegt, sehr entspannend.

The Mechanics of History

Ein tänzerisch-akrobatisches Kunstwerk, bei dem sich jeder denken kann, was er will. Ich zum Beispiel an „Aufstieg und Fall“ der Nationen über den Lauf der Geschichte.

Es gibt mehrere Videos im Netz, das hier ist eines der längsten. Einerseits lädt es wie gesagt zum Nachdenken ein, andererseits kann man einfach nur fasziniert zuschauen.

Zen-Bücher von John J. Muth

John J. Muth ist ein amerikanischer Illustrator. Auf meiner Suche nach seelischer Entspannung habe ich seine Bücher entdeckt. Sie sehen aus wie Kinderbücher, aber das täuscht. Sie packen alte Zen-Geschichten in eine Rahmenhandlung mit dem weisen Panda Stillwater und den Kindern der Nachbarschaft.

Die Rahmenhandlung ist dabei realistisch in Wasserfarben gemalt; die Zen-Geschichten in japanischem Stil mit Tinte gezeichnet. Alle vier Bücher sind eine herzerfrischende und seelenwärmende Lektüre, auch gut vor dem Einschlafen nach einem stressigen Tag.

Die Links gehen zu Amazon, aber ich verwende keine Affiliate-Programm. Stattdessen verwenden Sie doch smile.amazon.de und stiften die Provision einem gemeinnützigen Verein Ihres Vertrauens.

Hier ist noch ein Interview mit John J. Muth.