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Tabs of YesterQuarter

Da lese ich interessante Dinge auf dem iPhone beim Warten in der Arztpraxis, während die Software neu übersetzt wird oder (ja, Sie denn nicht?) auf dem Klo. Und dann lasse ich das Tab offen, weil ich es wiederfinden will – auf dem Smartphone sammeln sich meanwhile offene Tabs. Hiermit werden aus offenen Tabs Blog-Einträge:

Die Anteile der Länder an der Oberfläche der Erde, oder im Original: Visualizing Countries by Share of Earth’s Surface, ein Kreisdiagramm, das mal wieder schon vor Augen führt, dass wir auf einem Wasserplaneten leben. Unter diesen Umständen halte ich die evolutionäre Einsparung der Kiemen für einen Fehler 🙂

Kam bestimmt über kottke.org, bei dem es eigentlich jeden Tag etwas wundervolles zu entdecken gibt.

Das Leben von Josephine Baker als graphic novel: Josephine Baker by Catel and Bocquet – a triumph of research and astounding detail
Eine Buchvorstellung, die einen Überblick über das reichhaltige Leben der Sängerin, Schauspielerin und Spionin (diese Aufzählung ist unvollständig).

But also a woman whose wisdom and determination burst the seams of US racial segregation, whose rise to the heights of stardom in France and indeed worldwide (she was the first black actor to star in an international movie) directly challenged the institutionalised racism of her home nation.

Josephine Baker …

Links zum Einkauf dieses Werks gibt es bei der Rezension, weitere Werke in dieser Art gibt es bei selfmadehero.com.

Eine Programmiersprache, so alt und stabil wie römische Aquädukte: Why COBOL will never die. Die Common Business-Oriented Language gibt es schon 1969 und liegt unserem internationalen Zahlungsverkehr genauso zu Grunde wie dem internationalen Flugverkehr und ziemlich vielen Lohn-, Gehalts- und Rentenabrechnungen.

This turns the new-new-thing hype of Silicon Valley on its head, of course. It’s a sector obsessed with the hottest, latest thing — but as any programmer can tell you, the hottest, latest thing that just got shipped at 2 am is gonna be a rickety kluge of buggy code. That old COBOL, though? In service since the days of early MTV? It’s tough as old boots.

Why COBOL will never die

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Die Zähen Zwanziger

Oh nein, nicht diese 2020er, sondern die Tage zwischen dem 20. und 30. Spieltag bei Cozy Grove, dem Spiel, das ein gespenstischer Widergänger von Animal Crossing ist.

Tag 25, die Tiere sind hungrig, und bis auf den rechts unten gezeigten Salat, für den man die Unmenge von zehn Zwiebeln braucht, ist das auch alles machbar.

Um den Tag 20 herum waren es langwierige Quests, bei denen die Ressourcen über mehrere Tage gesammelt werden mussten. Aber da kommt man ja absehbar zum Ziel, kann es beeinflussen, indem man Nussbäume pflanzt und Tiere großzieht.

Jetzt laufen bei mir seit Tagen aber Quests, die darauf beruhen, dass die Geistfinderin anderen Bärengeistern hilft, und zwar bei einer unbestimmten Anzahl von Aufgaben:

Um das Foto zu bekommen, muss ich Arjun Bhalla helfen, …
… um das Schnitzwerkzeug für Francesca von Tatz zu erhalten, soll ich Jeremy Stoffel helfen …
… und um die Scuba-Ausrüstung für Octavia Bärchin auszulösen, soll ich dem Maister helfen, möglicherweise mehrmals.

Fast die Hälfte meiner Bärchen sind damit für Quests, die die Geschichte voranbringen, blockiert. Und so gehen die Tage ins Land (über die Insel), an denen ich zum x-ten Mal Pakete aus Laubhaufen berge, Bär Bhallas Schraubenschlüssel zurückbringe und der Bürgermeisterin mal wieder Kaffee hole.

Gut, nebenher habe ich die Fischgründe geplündert, die Fische verbrannt und in Vogelscheuchen verwandelt (eines der berühmten Vier-Fischgräten-Rezepte für insulären Reichtum) und mit dem verdienten Geld Mr. Kit eine Luxussanierung seines Ladens finanziert und mir ein sehr komfortables Zelt gegönnt.

Außerdem habe ich inzwischen die Profi-Wünschelrute, die bis zu zweimal am Tag ein Relikt aufspürt. Bei zwei Relikten entscheide ich mich meistens, das eine Relikt einzuäschern und das andere zu spenden.

Hier gibt es keinen Hinweis auf eine Spende, d.h. feinstes Flammi-Futter.
Hier lohnt die Spende, es gibt Geld und fast-wertvolle Quartzsteine. Also ab zum Käpt’n damit.

Davon abgesehen macht es immer noch Spaß, morgens nach dem Frühstück die Bärengeister nach dem werten Befinden zu fragen, bei der Bäckerei das Futter für die Tiere in Auftrag zu geben und das Gemüse aus dem Boden zu buddeln.

Falls es im Laufe des Tages mal langweilig wird, lohnt sich auch eine Runde um die Insel herum. Angel ins Meer, frische Fische fangen, sehr entsspannend.

Was ich hier auch hervorheben möchte: Die Diskussionen mit anderen Spieler*innen auf dem Discord-Server zum Spiel sind wirklich nett. Inzwischen gibt es einen slow chat, bei dem cold brew coffee und Brotrezepte ausgetauscht werden, sehr sympathisch.

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Cozy Grove, zäh

Die letzten Tage im Geisterfinder-Camp auf Cozy Grove Island waren recht erbaulich, die meisten Quests innerhalb eines Tages (oder direkt aus dem Inventar) erledigt.

Doch jetzt stecke ich in drei Quests, die wenig Aussicht haben, in den nächsten Tagen gelöst zu werden. Die eine braucht Reliktasche (Archäologen & Kunsthistoriker hören, wie gesagt, weg), von der es am Tag ein, höchstens zwei zu wünschelruten gibt.

Quest 1: Wünschelruten-Upgrade gibt’s nur gegen Asche, Reliktasche in dem Fall.

Die andere braucht Gold; und einen Stein, der Golderz ausspu(c)kt, habe ich noch nicht gefunden. Und 50 Silber zu einem Gold konvertieren scheitert, genau, an genug Silber. Hm.

Quest 2: Die meisterliche Schaufel muss aus irgendeinem Grund vergoldet werden, zu fürstlichen Kosten.

Tja, und die dritte Quest erledigt sich automatisch mit der ersten, also dem Wünschelruten-Upgrade.

Quest 3: Schnitzwerkzeug als Belohnung für den Auftrag zum Wunschelruten-Upgrade. Nein, das ist keine Korruption, das ist das Payback-Programm des lokalen Handwerks.

Das Spiel, das dich wegschickt, bleibt seinem Design als Geduldsspiel also weiter treu. Immerhin habe ich heute eine neue Muschelart und ich meine auch einen neuen Fisch gefunden. Und den Tieren geht’s allen gut.

Schätze, ich setze mich jetzt an den Strand und höre den Wellen zu.

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Sarah Dahir

Sarah works as a freelance illustrator in South Africa. She draws from the world around her to draw fashionable and relatable images of young black women in a variety of familiar settings:hanging out on the beach, sharing a glass of wine with friends or just being themselves. 

https://casildart.com/sarah-dahir

Gefunden im Missy Magazin, das ein Interview mit ihr geführt hat. In dem sagt Sarah Dahir über ihre Motive:

Es macht am meisten Sinn für mich, Frauen zu zeichnen, die so aussehen wie meine Schwestern, Freund*innen und ich. Meine Bilder zeigen Schwarze Frauen, die normale Dinge tun, sorglos sind, picknicken, mit ihren Freund*innen ausgehen.

Sarah Dahir (Missy Magazin, Interview)
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Cozy Grove, Tag 8

Nachdem es gestern ja Nacht war und das Tagwerk erledigt, werfe ich heute einen Blick auf die Relikte und die Wirtschaft.

Relikte

Relikte kamen dazu, indem der Handwerker mir eine Wünschelrute in die Hand drückte. Die findet kein Wasser, sondern vergrabene Artefakte – nach dem guten alten Kinderspiel-Schema „kälter, wärmer, heiß“.

Über dem Geistheiler (bleiben wir mal bei diesem Begriff) ist das Icon der Wünschelrute (ähnlich wie beim Angeln). Wir sind hier am Ende der Suche, die Flamme der Wünschelrute sagt „heiß“ und die Stelle, an der das Artefakt vergraben ist, ist praktischweise mit einem X markiert. Wie bei der Schatzkarte der Piraten 🙂

Die gefundenen Relikte (aber nur eines pro Tag, die Spiel-Designer rationieren, wo sie können) sind natürlich erst mal ein Kandidat für die Sammlung des Kapitäns. Dann gibt es Rezepte bzw. Bauanleitungen, die – Kunsthistoriker weghören – Reliktasche benötigen. Ja, Flammi ist dein Bruder, der sengt auch uralte Kunstwerke weg.

Wirtschaft

Gestern hatten wir über Tik, den Marktfuchs, gesprochen, der dankbar alles aufkauft, was man von Muschel bis Kuchen entbehren kann (bzw. wegen der begrenzten Lagermöglichkeiten: entbehren muss). Heute ist mir dann aufgefallen, dass der Markt verzerrt ist: Manche Produkte, die mehrere Verarbeitungsschritte (10:1 Konversionen) erfordern, sind in der dritten Stufe weniger wert als 10 Produkte der Vorstufe, zumindest bei Tofu und der leckeren Würzsauce, die man aus zehn Tofus macht.

Hier haben wir leckeres Pilztofu, für das der Fuchs 2.880 Alte Münzen rausrückt. Macht mal zehn 28.800 Alte Münzen.

Und hier haben wir das sicher noch leckerere Pilztamari, für das ich zehn Tofus geopfert habe, für einen Erlös von 12.000 Alten Münzen. Hätte ich das Tofu verkauft, wären 16.800 mehr drin gewesen.

Eine andere Seltsamkeit ist, dass Bestellungen in der Bäckerei (liegt direkt neben meinem Lager) und der Deko-Bürgermeisterin über den Postbärgeist zugestellt werden. Also um 08:00 Uhr beim Bäcker Mehl abliefern und um 09:00 Uhr zur Post rennen, um die Wecken abzuholen … Hm?

Wenn’s mal wieder länger dauert mit der Bestellung, liegt es sicher nicht an DHL, die liefern auf der Geisterebene nämlich nicht.

Zum Schluss hier noch ein Bild von einem jener Laubhaufen, die bei der Morgenrunde gefunden und nach brauchbaren Dingen durchstöbert werden wollen.

Ja, der Laubhaufen ist offensichtlich bewohnt, aber keine Angst, er beißt (noch ) nicht.
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Noch ’ne Insel, mit Geistern

Irgendwie haben die Entwickler, die sich von Apple Arcade engagieren lassen, es mit Insel-Abenteuern. In der neuen Veröffentlichung Cozy Grove landet ein junger Geisterforscher auf eine Insel voller, tja, Geister. Die Flut nimmt sein Boot mit, und so arrangiert er sich mit dem Inselleben, in allen Belangen unterstützt von seinem magischen Feuer Flammi, mit dem nicht zu stillenden Hunger auf Geistholz.

Ein inniger Moment mit einem meiner Geistvögel. Im Hintergrund Flammi, der Verwalter des Lagers, Verbrenner aller Dinge, immer hungriger Verzehrer von Geistholz.

Woher bekommt der junge Mann Geistholz? Indem er den Geistern der Insel hilft: Der Kapitänsgeist braucht Federn, damit der kalte Wind an der Küste nicht durch ihn durchweht. Der Postbotengeist hat Pakete, der Bürgermeister die Anmeldeformulare für den jungen Geisterforscher verlegt, der Bäckergeist braucht Zutaten für seine neueste Kreation. Genug zu tun?

Ja, aber immer nur ein bisschen. Das Spiel gibt pro Tag (echten 24h) nur eine begrenzte Anzahl Aufgaben aus, und die kann man nicht mal unbedingt noch am gleichen Tag erledigen. Ich habe zum Beispiel ein Kochrezept vom Kapitän bekommen, das zehn Eier benötigt. Aber Eier habe ich bisher nur einzeln vom Marktfuchsgeist oder von einem meiner Vogelgeister bekommen. Zehn Eier zu sammeln, wird ein paar Tage Zeit brauchen.

Beim Angeln. Mit der Route ausholen legt Richtung und Weite des Wurfs fest. Fische in der Nähe werden auf den Köder aufmerksam, beginnen an ihm zu knabbern. Irgendwann (je nach Sorte nach eher zwei oder auch mal fünf Bissen) schlucken sie den Haken. Dann geschwind auf den Screen getippt und der Fisch ist mein.

Die Geister ahnen, dass sie in ihrem Vorleben irgendeinen Fehler gemacht haben, der sie nun auf diese Insel bindet. Der Handwerksgeist glaubt, dass eines seiner Werke misslungen ist, und versucht nun, alle zu vernichten. Es ist die Aufgabe des jungen, nun ja: Geistheilers, die Geschichten dieser Geister nachzuvollziehen und – ich vermute mal – zu einem guten Ende zu bringen.

Aber was bleibt zu tun, wenn alle Tagesaufgaben erfüllt sind? Das Spiel zumachen und morgen wiederkommen? Bei aller digital-pädagogischen Absicht, ihr Spieleentwickler: Wenn ihr mir so eine schöne handgemalte Insel hinstellt, bleibe ich dort l-ä-n-g-e-r, ob ihr wollt oder nicht. Es gibt ja genug Zeitvertreib: am Strand Muscheln suchen, vom Ufer aus Fische fangen (der Kapitän brachte mir das Angeln bei). Und es tun sich Löcher im Boden auf, die aufgegraben werden wollen, Laubhaufen erscheinen, die durchsucht werden wollen, es wächst Unkraut, das zurückgeschnitten werden will.

Neben richtigen Geistern bevölkern auch mehrere Rudel Wichte die Insel. Sie werden unsichtbar, wenn man ihnen zu nahe kommt. Manchmal klauen sie auch wichtige Dokumente, dann renn ich ihnen hinterher, bis ich sie in die Enge getrieben habe und sie das Schriftstück herausrücken. Manchmal treffe ich auch einen Wicht, der Lust auf eine Kartoffel oder einen Rettich hat. Werfe ich ihn das Gewünschte zu, bedankt er sich mit Wicht-Essenz oder anderen praktischen Dingen (z.B. Geld).

Und dann haben wir noch gar nicht angefangen, die Insel zu dekorieren. Dekoration ist ein wesentlicher Einfluss auf das Wirtschaftssystem der Insel, das auf in eben diesen Erdlöchern und Laubhaufen gefundenen Pilzen und Wurzelgemüsen, den Muscheln und Fischen, den Eiern und den daraus gebackenen Speisen besteht.

Aus zehn Pilzen werden dank Flammi geröstete Pilze, aus denen ein Stück Soja, zehn Stück Soja werden eine leckere Sauce, die beim Marktfuchs bestimmt eine große Menge Alte Münzen erlöst. Äste und Holzstücke werden vom Handwerksgeist zusammen mit Fischgräten zu Dekorationsgegenständen verbastelt. Die richtige Dekoration (von gewöhnlich und rustikal bis selten und natürlich) steigert die Laune der Tiere und den Ertrag der Nuss- und Obstbäume.

Der Kapitänsgeist (plus zwei Wichtel) träumt vermutlich von dem süßen Stückchen, das ich ihm herstellen soll (siehe rechts oben, unter dem Aufgabenbuch). Links oben, die Tasche, stellt mein Inventar dar. Mit 27 Plätzen recht knapp bemessen, denn drei nehmen schon Schaufel, Hacke und Machete ein, plus die Angel und die Wünschelrute, die heute das erste Mal zum Einsatz kam. Weiteren raren Lagerplatz gibt es im Zelt.

Und dann führt der Kapitän auch noch ein Sammelalbum. Von allem, was der Junge findet, bäckt, schraubt und angelt, liefert er ein Exemplar für die Sammlung ab und bekommt dafür Geld und andere nützliche Dinge. Kurzum, es gibt immer was zu tun, auch wenn die Tagesaufgaben schon lange erfüllt sind.

Ich bin gespannt, wie das Spiel sich weiterentwickelt. Es kommen fast täglich neue Geister oder neue Inselabschnitte (tauchen aus dem Meer auf) hinzu. Ob es für die Langzeit-Motivation ausreicht oder mir das Hin- und Hergewusel zwischen den Geistern, den Bäumen, Sträuchern, Fischen und Muscheln und natürlich Flammi irgendwann zu blöd wird, erfahren Sie in einem der nächsten Artikel dieser exklusiven Publikation.

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digital musik solidaritaet

bandcamp, yeah

Damit Deine Künstler*innen was zu beißen haben.

Neulich bin ich über einen Tweet gestolpert, wo eine Musikerin mal gesagt hat, was sie über Spotify mit ihrer Musik verdient. Nicht viel.

Die Menschen von basic thinking haben mal recherchiert, was die großen Musik-Streaming-Angebote so an ihre Künstler*innen auszahlen. Ist eigentlich nicht weiter erwähnenswert, so 0,00348 US-Dollar pro Stream bei Spotify. Wenn man jetzt nicht The Beatles heißt, oder wie auch immer erfolgreiche Bands heutzutage heißen, wird man davon eher nicht satt, zumindest nicht jeden Tag.

Abhilfe ist, bei den Artists direkt zu kaufen, wie damals™ bei den Radioheads, als sie In Rainbows als „Zahl was Du willst“-Download ins Internet gestellt hatten. Das kann natürlich nicht jede*r Musiker*in aus dem Boden stampfen, aber dafür gibt es ja bandcamp. Und seit ich dort angefangen habe mich umzuschauen, finde ich erstaunlich viele von „meinen“ Künstler*innen dort wieder. Grund genug, ein paar Alben zu kaufen, so wie damals™, hach!

Aus meinem Einkaufswagen:

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digital fakenews games

Facts & Fakes

Die Deutsche Telekom Stiftung hat ein „Spiel“ herausgebracht, mit dem jede*r ihre Fähigkeiten schärfen kann, Fakten von Lügen oder übertrieben positive Darstellungen von ausgewogenen zu unterscheiden.

Die App Facts & Fakes zeigt dazu einen typischen Smartphone-Bildschirm mit Facebook- und WhatsApp-ähnlichen Apps sowie einem Browser an. Freunde kontaktieren die Spielerin z.B. per „WhatsOn“, um ihr den neuesten Energy-Drink und seine ach so nebenwirkungsfreien segensreichen Wirkungen ans Herz zu legen.

Nach kurzer Recherche habe ich Kai zurückgeschrieben, dass er lieber die Finger von dem „gesunden“ Energy-Drink lassen soll. Aber Kai hat schon den nächsten hicen Shice am Start.

Grund genug für die Protagonistin, der Sache mal auf den Grund zu gehen. Browser raus, Inhaltsstoffe des Drinks gesucht, Tests von unabhängigen Instituten angeschaut … und dann den Freunden einen aufklärenden Text zurückgeschickt, der hoffentlich dann auch gelesen wird.

Insgesamt finde ich das Setting gelungen. Es findet da statt, wo wir alle (zu) viel Zeit verbringen, in (a)sozialen Medien und Chats mit Freunden und Familien. Die bei der Recherche aufgefundenen Informationen sind auch gut gemacht, treffen sowohl den Ton von „völlig unabhängigen“ Influencern wie auch den von seriösen Quellen recht gut. Manchmal fragt man sich, ob man ein Informations-Schnipsel nun als „Falsch“ oder „Übertrieben“ einsortieren soll, aber wenn das Ergebnis nicht passt, kann man sich ja korrigieren.

Alles in allem durchaus etwas, was man seinem Pubertier mal ans Herz legen kann. Aber auch selbst die Sinne schärfen schadet nicht!

Google Play Store Apple AppStore

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fonts

Freie Schriftarten

Bin über zwei für mich neue WebSites gestolpert, die haufenweise leckere freie Fonts anbieten.
fontesk
omnibus-type
Muss weiter font addiction frönen …

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Wider

„Das geht euch einen Scheiß an!“

Jede*r Bürger*in zu einem Staat, der seine Nase in alles mögliche reinstecken möchte.

Es gibt ja gute Gründe, sein Online-Leben bei einem der großen Anbieter wie Google oder Microsoft einzurichten: Zur Mail gesellt das Office, alle Dokumente schweben in der Wolke, ein neues Gerät ist im Handumdrehen eingerichtet, und neben den Marketeers der Unternehmen haben auch die Geheimdienste Ihres Vertrauens vollen Einblick in die Lebensgewohnheiten.

Zu diesem praktischen Für stellt sich für Aktivisten aller Art ein Wider, das sich natürlich aus dem o.a. letzten Satz ergibt. Daher hier ein kleiner Überblick über ausgesprochen unkommerzielle Dienste, die sich in erster Linie oder besonders an besagte Aktivisten wenden.

Autistici/Inventati

(…) wurde im März 2001 von einer Gemeinschaft aus Individuen und Kollektiven gegründet, die sich mit Technologie, Privatsphäre, digitalen Rechten und Politik beschäftigt.

autistici.org

Autistici bietet gegen Spende Blogs (WordPress), Web-Hosting, Anonymisierungsdienste, VPN, E-Mail, Mailing-Listen und Newsletter, sowie Instant Messaging/Chat an, sofern die „Grundprinzipien des Antifaschismus, Antirassismus, Antisexismus, Antimilitarismus und den nicht-kommerziellen Ansatz“ (Quelle) geteilt werden.

systemli.org

systemli.org ist ein 2003 gegründetes linkes Netzwerk und Technik-Kollektiv. Wir haben den Anspruch, sichere und vertrauenswürdige Kommunikationsdienste bereitzustellen. Das Projekt richtet sich insbesondere an linkspolitische Aktivist*innen und Menschen, die ein besonderes Datenschutzbedürfnis haben.

systemli – Über uns

Das Diensteangebot geht über das von autistici hinaus, hier werden auch Online Collaboration Tools wie EtherPad und EtherCalc (gemeinsam und gleichzeitig Texte und Tabellen bearbeiten) angeboten, Videokonferenzen über Jitsi, sowie verschiedene Messenger. Die Dienste sind auch aus dem TOR/Onion-Netzwerk (vulgo DarkNet) erreichbar.

Tutanota

In Zukunft wird Tutanota unser Ersatz für Google – mit E-MailKalender, Notizen, Cloud-Speicher; alles automatisch verschlüsselt! 

Mach mit! – Tutanota

Tutanota bietet verschlüsselte E-Mail an und möchte sein Angebot auf verschlüsselte Kalender und eine Cloud-Lösung ausdehnen, um dem Basis-Angebot von Google etc. etwas entgegenzusetzen. Für Privatanwender mit 1 GB Platz aktuell kostenlos, scheint mir aber insgesamt kommerzieller aufgestellt als die beiden erstgenannten „Community“-Projekte.

Und selbst, so?

Mein öffentliches Engagement ist eher unpolitisch (falls es unpolitisch heute überhaupt noch gibt), aber wie man hier ja rauslesen mag, habe ich gewisse Grundhaltungen. Daher (fast) kein Facebook (und danach gründlich Hände und Augen desinfizieren) oder Google, sondern die Mail bei mailbox.org (posteo.de geht genauso), statt WhatsApp werden Familie und Freunde gegen abnehmenden Widerstand zu Signal gedrängt. Browser der Wahl Safari mit Firefox und Edge (ja, der Chrome von Microsoft) als zweite und dritte Wahl.

Überhaupt, Google! Ich hatte mal Mail, Reader, Soziales Netzwerk (Google+, falls sich noch wer erinnert), Fotos bei Google. Inzwischen nicht mal mehr ein Youtube Login. Hat sich fast von selbst ergeben, weil sie alles, was ich mochte, eingestellt haben. Tja!