Es gibt da jemand, der ein altes Bahn-Stellwerk zu einer Ferienwohnung umbaut. Der Fortschritt ist, da seine Frau und er alles selbst machen, langsam, aber sicher. Neben der Dokumentation der Bauvorhaben ist, für Leute, die den Buchbinder Wanninger kennen, lustig, mit welchen Behörden er sich auseinandersetzen muss, und welches (rudimentäre) Verständnis die von ihren Aufgabengebieten haben. Etwa monatlich erscheint eine Fortsetzung von: Stellwerk Fröhnerhof – Die Sanierung eines Lost Place
Daughters of Africa and Gardens of Yvonne Vera
Das beste am Internet abseits von Facebook, Instagram, Snapchat sind die rabbit holes, in die man sich stürzen kann. Dieses hier wartet noch eine genauere Untersuchung. Es begann mit einem Hinweis auf eine Arbeit von Tadiwa Madenga, The Garden Letters of Yvonne Vera, (Buchvorstellung) der zu der Schriftstellerin Yvonne Vera führt, die aus Simbabwe stammt, ihr literarisches Hauptwerk aber in Kanada verfasst hat. Sie kehrte dann nach Simbabwe zurück, um für einige Jahre die Nationalgalerie zu leiten.
Ihr literarisches Werk wird als beispielhaft für post-koloniale afrikanische Literatur angesehen. Welche andere afrikanische Literatur, vielleicht sogar von Schriftstellerinnen gibt es noch? Nun, da wären als Einstieg bestimmt geeignet: Daughters of Africa (wohl noch nur antiquarisch) und seine Fortsetzung New Daughters of Africa.
So viel zu entdecken, so wenig Zeit …
Monster im Bücherregal
… und damit sind nicht die Monster in den Büchern gemeint, sondern die MenschMonster, die die Bücher geschrieben haben. Zum Beispiel J.K. Rowling, die wegen ihrer Anti-Trans-Haltung inzwischen von vielen nicht mehr gelesen werden möchte. Auf meinem Stapel liegt halbgelesen von Claire Dederer Monsters – What do we do with Great Art by Bad People, und ja, wahrscheinlich ist auch eine*r deine*r Lieblingsschriftsteller*innen in diesem Buch aufgeführt.
Abhilfe bietet die Free Library of Philadelphia, die neben Maßnahmen wie „Bücher nicht neu kaufen, sondern gebraucht, oder ausleihen“ auch eine kleine Liste zauberhafter Alternativen zu HP bietet: When Your Favorite Creator Does Something Terrible
Alle Jahre wieder diskutieren wir, ab welchem Alter unser Nachwuchs Smartphones haben darf und in welchen Situationen lieber nicht. Dieser Diskurs kreist regelmäßig um die toxischen sozialen Netzwerke, die Kanäle der Desinformation und Radikalisierung sind. Und das sind reale Gefahren. Aber den Kindern die Smartphones wegnehmen, ist eine drastische Maßnahme. Smartphones sind eigentlich das einzige Mediengerät, das junge Leute brauchen.
Wie war das bei mir früher? Mit Freund*innnen verabreden ging über das grüne Festnetztelefon im Flur. Zur Kommunion bekam ich ein Kofferradio geschenkt. Yeah, ab jetzt läuft bei mir mein Sender! Die folgenden Jahre habe ich dann Geld gespart für Komponenten meines eigenen HiFi-Turms:
ein Kassettendeck (spielte zunächst über das Kofferradio)
einen Receiver (eine Kombination aus Verstärker und Radio, falls das nicht mehr geläufig ist
einen CD-Spieler
einen kleinen Fernseher (klein, aber Sony Trinitron 🙂
und schließlich einen Videorekorder
Das macht unsere Jugend nicht mehr. Das Smartphone ersetzt all das spielend, mit Zugriff auf alle Musik, Filme, Serien, die jemals produziert wurden. Und kann noch viel mehr (Kamera, Video, Fitness-Tracker, …). Wer seinen Kindern das Smartphone wegnimmt, nimmt ihnen ihren HiFi-Turm, ihre kreativen Werkzeuge und ihre Kommunikationskanäle zu ihren Freunden weg.
Das Internet of Enthusiasts hat wieder zugeschlagen: In wundervoller Kleinarbeit hat Marcin Wichary zusammengestragen, was sich in 40 Jahren Macintosh bei den Systemeinstellungen geändert hat. Da der Mac inzwischen, nach Motorola 68000er, PowerPC und intel nunmehr auf seiner 4. Prozessor-Architektur angekommen und seine äußere wie innere Gestalt sich mehrfach geändert haben, hat sich hier eine Vielfalt an Änderungen ergeben, die er getreulich und geduldig einordnet.
Die ganze Abhandlung ist eine lange, schöne HTML-Seite (vielleicht ein wenig wie die, mit der das Steve Jobs Archiv seinen 70. Geburtstag gewürdigt hat – allerdings ist diese Seite inzwischen zu einem Buch geschrumpft, das man kaufen darf).
Das besondere an der Seite ist, dass zu jeder besprochenen Epoche der passende Mac bereitsteht, direkt auf der Webseite emuliert, so dass man live mitklicken kann, was Marcin Wichary beschreibt. Sehr, sehr cool!
Linux ist käuflich, zumindest, wenn es in der feschen Form von elmentaryOS daherkommt. Ich probiere in letzter Zeit diverse Linux Distributionen durch, um herauszufinden, ob und was ich mit einem älteren HP Notebook anstelle, für das Windows 10 das Ende der Microsoft-Fahnenstange ist.
Durch die Standards, K/X/Ubuntu und Fedora habe ich mich schon durchgeklickt, auch einmal Linux Mint Cinnamon. Am besten hat mir bisher KUbuntu gefallen.
Dieser Eintrag sei aber elementaryOS gewidmet, einer Linux-Variante, die es sich zum Ziel gesetzt hatte, macOS zumindest im Design so weit wie möglich nachzuahmen. Inzwischen aber auch bereit ist, stilistisch eigene Wege zu gehen. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal ist, dass diese Distribution nicht um Spenden wirbt, sondern gekauft werden möchte. Gut, ich werfe $20 in den Ring und bekomme einen Download, den der olle Balena Etcher auf einen USB-Stick brezelt.
Installation
Die Installation verlief ereignislos: Wie andere auch, fragt der Installer die Landessprache und das Tastaturlayout ab und ob er die Festplatte komplett löschen und nach eigenem Gusto einrichten darf. Darf er, und wenigeMinuten später startet elementaryOS mit … der Abfrage von Landessprache und Tastaturlayout. Na gut. Dann die frischesten Updates eingespielt und dabei mal nach der WLAN-Bandbreite schauen … und freuen: Die anderen Linuxe konnten mit dem verbauten Realtek RTL8821CE nämlich herzlich wenig anfangen, die Verbindung kam wohl zustande, nur brach die Bandbreite immer wieder ein. Hier aber war das knappe GigaByte Patches schnell heruntergeladen und eingespielt.
Einrichten
Schon mal eine schöne Überraschung: In den Systemeinstellungen Drucker ausgewählt, dann die beiden Drucker eingeschaltet … Als die Drucker sich ins WLAN eingebucht hatten, erschienen sie auch gleich in der Liste der Drucker. Gefällt mir schon mal!
Der gute Eindruck vergeht leider, wenn man tatsächlich etwas drucken möchte. Beim ersten Versuch aus dem Dokumentenbetrachter bleiben beide Drucker auf „Informationen über Drucker werden geholt“ stehen.
Beim Drucken aus LibreOffice funktioniert es mit dem LaserJet, aber das Epson WorkHorse bleibt im Stall, mit einer undurchsichtigen Fehlermeldung:
Und auch beim LaserJet möchte ich eigentlich nichts von einer cfFilterChain lesen.
Zugriff auf das NAS funktioniert auch, von dort kann die Musik-App Songs spielen.
Die fn-Ebene der Notebook-Tastatur wurde auch erfolgreich eingebunden, Lautstärke und Bildschirmhelligkeit lassen sich über die Hotkeys einstellen.
Mein mailbox.org-Postfach wird auch automatisch eingerichtet. Allerdings wird der Vollbestand an Mails nicht automatisch abgerufen, hier muss man einmal den Aktualisieren-Kringelkreis klicken.
Rundreise
Mitgelieferte Apps sind eher minimalistisch, die Musik-App zum Beispiel möchte einzelne Songs ausgewählt haben, die in eine Playlist eingereiht werden, kein Audiothek-Management a la iTunes.
Die Mail-App tut so, als gäbe es eigentlich gar nichts einzustellen. Nicht mal das Abruf-Intervall für das Postfach lässt sich ändern (oder ich finde es nicht). Also ein bisschen über das Ziel hinausgeschossen alles weggelassen, was man nicht unbedingt braucht.
Die Systemeinstellungen sind super-übersichtlich, etwa wie bei frühen MacOS X-Releases. Die Berechtigungen werden hier für jede App sehr differenziert aufgeschlüsselt.
Ich probiere noch weitere Apps aus dem App Center aus. Von dort kann man beispielsweise das bewährte LibreOffice installieren. Und auch den Markdown-Editor, der iA Writer nachmachen will,
Multi-Monitor
Betrieb mit Notebook-Monitor und weiterem Monitor funktioniert. Die Systemsteuerung bietet das übliche „Wie stehen die Monitore zueinander“ an. Notebook zuklappen (nachdem, siehe unten, externe Tastatur und Maus eingerichtet sind, funktioniert auch. Nichts zu meckern an dieser Ecke.
Kaputt?
Tag Zwei: Notebook neu gestartet, geschaut, ob meine Logi-Kombi aus Keyboard und Mouse über den Unify-Stecker erkannt werden. Nö. Dafür auch die Microsoft Maus bzw. ihr Stecker nicht mehr.
Mausi?
Sehr seltsam, aber gut, probieren wir es mit einer Kabel-Maus. Aha, tut. USB-Stecker von Micro-Maus rein. Aha, Micro-Maus tut auch. Kabel-Maus raus, Micro-Maus tut weiterhin. Gut, dass ich so einen Hardware-Zoo bei mir rumliegen habe. Aber nichts für Leute, die ein „und läuft und läuft und läuft“ erwarten und benötigen.
Bluetooth-Zahnschmerzen
Probiere, eine K380 Logi Tastatur per Bluetooth einzubinden, stelle dabei fest, dass Bluetooth systemweit deaktiviert ist. Das wird auch korrekt in der Statusbar links oben angezeitgt. Im Bluetooth Applet der Systemsteuerung kann ich Bluetooth „einschalten“, der Schalter wird blau, Bluetooth bleibt aus.
Das Internet hilft mit dem Tipp rfkill.
andi@elementary:~$ rfkill
ID TYPE DEVICE SOFT HARD
0 bluetooth hci0 blockiert entsperrt
1 wlan phy0 entsperrt entsperrt
SOFT blockiert, meint, so stelle ich fest, dass ich wohl irgendwie den Flugmodus des Notebooks aktiviert habe, aber nur für Bluetooth? Jedenfalls einmal fn+F12 später:
andi@elementary:~$ rfkill
ID TYPE DEVICE SOFT HARD
0 bluetooth hci0 blockiert entsperrt
1 wlan phy0 blockiert entsperrt
andi@elementary:~$ rfkill
ID TYPE DEVICE SOFT HARD
0 bluetooth hci0 entsperrt entsperrt
1 wlan phy0 entsperrt entsperrt
Dann probieren wir es nochmal mit der Tastatur. Normalerweise findet man die pairing-bereite Tastatur in der Liste der Bluetooth-Geräte, dann kommt ein Code, den man auf der Tastatur eingeben soll, um zu zeigen, dass es die richtige ist. Hier kommt diese depperte Meldung:
Beim ersten Mal scheitert Koppeln komplett. Beim zweiten Mal funktioniert es dann, obwohl mir nicht klar ist, wieso. Außerdem wird die Geräteliste des Applets schwarz. Da die Taskbar kein „Schließen“ bzw. „Schließen erzwingen“ für die laufenden Programme kennt, bleibt auch hier nur der Weg zur Kommandozeile: xkill ist mein Freund.
Nach einmal Standby und Aufwachen ist Bluetooth wieder deaktiviert. Ein paar Mal Flugmodus ein/aus, Bluetooth ist wieder da, kann die Tastatur aber nicht verbinden. Das ist nicht gut.
Was fehlt
Menüs. Menüs fehlen! Alles, was der Common User Access früher™ sauber in einer Leiste voller DropDown-Menüs an die obere Bildschirmleiste getackert hatte, versteckt sich heutzutage hinter einem oder mehreren „Burger“ (☰), „Döner“ (⋮) oder bei elementaryOS hinter einem Zahnrad-Icon (⚙️). Und warum haben Fenster keine Titelleisten mehr? Ich kann darin keinen Fortschritt erkennen, sorry.
Was auch fehlt ist Spotlight, die systemweite Suche in macOS und mein Programmstarter. Ich gehe eigentlich nie über den Programme-Ordner, sondern rufe Spotlight auf, fange an den Namen der Anwendung zu tippen, z.B. „ite“, und schon findet Spotlight die Terminal-Anwendung iTerm. Ein, zwei Mal Cursor runter, Enter, und das Ding ist gestartet. Sowas fehlt bei elementaryOS. Bzw. überhaupt ein systemweites Menü wie der Apfel, mit der bei mir sehr beliebten Funktion „Andere Anwendungen ausblenden“. Das ist mein Fokus-Trick und meine Clean Desk Policy 🙂
Ach, Moment, die Super-Taste (die Taste, die sonst die Windows-Taste wäre), aktiviert das Anwendungen-Menü und darin das Suchfeld. Lostippen, schon kürzt es die Menge der Anwendungen auf Suchtreffer ein. Genügend Buchstaben und Eingabe drücken startet die gewünschte Anwendung. Lass ich so gelten 🙂
Moderne Menüs ⋮ U+22EE ☰ U+2630 ⚙️ U+2699
Anwendungen
Apostrophe
Apostrophe möchte ein iA Writer Klon sein, und ich hätte wirklich gerne iA Writer für Linux. iA Writer wird als minimalistisch beschrieben, hat in seinen mehr als 10 Jahren aber doch einige Funktionen und eben Feinschliff bekommen, den eine Open Source App nicht unbedingt haben kann.
Das vorausgeschickt ist mein Eindruck von Apostrophe gut. Es versteckt seine Toolbar unten links hinter einem unscheinbaren Pfeil. Hier bekommt man alle Formatierungsoptionen von Markdown angeboten, auch ein Tabellen-Assitent geht zur Hand.
Mir gefällt außerdem, dass der Text in der Vorschau sauber mit der Position im Editor mitläuft. Außerdem gibt es gegenüber iA Writer hier mehr Freiheitsgrade: Die Vorschau kann nicht nur rechts des Editors eingeblendet werden, sondern auch unterhalb und, besonders flexibel, in einem eigenen Fenster. Dort stört dann auch die ansonsten starre Zuteilung von der Hälfte des Fensters für die Vorschau nicht mehr.
Was Apostrophe noch komplett fehlt, ist das Konzept Bibliothek. Hier werden einzelne Dateien bearbeitet, keine Sammlungen. Tags werden auch nicht unterstützt, das würde Leuten fehlen, die Zusammenhänge über im Text eingestreute #Stichwörter finden wollen.
Diese App werde ich im Auge behalten, denn was sie macht, macht sie schon mal richtig.
(Gibt es ein) Fazit?
Ich würde elementaryOS gerne lieben, weil ich fühle, dass sich hier Leute viel Mühe gegeben haben, etwas Schönes zu schaffen. Aber der ewige Witz, „2010 2011 2012 … 2023 2024 2025 is the Year of Linux on the Desktop“ kann noch nicht eingemottet werden. Zu oft scheint die Technik durch, und, noch ein gscheiter Spruch: „So einfach wie möglich, aber nicht einfacher!“ Dagegen verstößt elementaryOS, weil manche Dinge eben nicht durch bloßes Weglassen einfacher werden.
Dieses OS kommt auf Wiedervorlage, schließlich habe ich dafür bezahlt!
Und als nächstes schaue ich mir mal ein richtiges Unix an, FreeBSD, denke ich.
Endlich mal den alten Raspberry Pi (1) aus der Schublade geholt, abgestaubt und nach dieser guten Anleitung Pi Hole aufgesetzt. Pi Hole ist ein DNS Resolver mit einer dicken Blacklist, mit der es Werbung und Tracking für alle Geräte im Heimnetz herausfiltert.
Einige Websites zeigen mit Pi Hole eine „Warnung“ an, dass man bitte den AdBlocker deaktivieren soll. Aber meistens kann ich auf Dienste, die AdBlocker-Blocker einsetzen, gerne verzichten.
Bei heise.de dazu noch eine andere Anleitung mit ein bisschen mehr Hintergrund und Für und Wider dazu.
Matthew Kirschenbaum stellt in dieser eher akademischen Abhandlung die Geschichte der Textverarbeitung in ihren formativen Jahren von den 1960ern bis in die 1980er dar. Er betrachtet die Auswirkungen der technischen Entwicklung von der Schreibmaschine zum Textprozessor auf ihre Anwender, und das sind eben nicht nur die einsam in ihrem Studierzimmer sitzenden Autoren, sondern auch die Sekretärinnen der Chefs und die persönlichen Assistent:innen der Schriftsteller.
Was bedeutet es, neben dem Zehnfinger-System sich nun in Monstrositäten wie MT/ST einzuarbeiten? MT/ST steht für eine der ersten Speicher-Schreibmaschinen, ein IBM-Hybrid aus Magnetic Tape und Selectric Typewriter. Ein Kapitel ist quasi der „Herstellung“ des Romans Bomber gewidmet, der Arbeitsgemeinschaft aus Autor Len Deighton und Schreibmaschinistin Ellenor Handley, die sich Think Tape statt TippEx erschließen musste, um Änderungen und Korrekturen an dem auf Magnetband gespeicherten Text vornehmen zu können.
Nein, MT/ST hatte keinen Bildschirm, auf dem man den Text editieren konnte. Man startete an der MT/ST den Ausdruck des gespeicherten Dokuments bis zu der Stelle, an der man Änderungen vornehmen wollte, stoppte sie dort, korrigierte, ergänzte, und diese Ergänzungen schrieb die Maschine dann auf das Band zurück. Wobei eine MT/ST mit zwei Bandlaufwerken schon das konnte, was wir heute als Serienbrief-Funktion kennen: Lücken (bzw. Steuerzeichen) im Text von Band 1 durch einen Datensatz von Band 2 ergänzen.
Was bedeutet es für die Kuratoren von Museen und Sammlungen, von einem Schriftsteller statt eines Stapels Notizbücher oder mehrerer Kartons mit Typeskripten und handschriftlichen Korrekturen nun einen PC oder einen Stapel Disketten in die Hand gedrückt zu bekommen? Wie rekonstruiert man die Entstehung eines Romans anhand einer Festplatte? Buddenbrooks-final-2-revised-endgueltige-fassung-final-3.docx, jemand?
Wie jedes gutes Buch spannt auch dieses ein Spinnennetz an Verweisen auf:
In die Pionier-Jahre der Personal Computer, die hier inzwischen legendären Systeme Apple ][ und den Osborne 1, der mit seiner kompakten Gestalt und im Preis enthaltener Software-Bibliothek ein überzeugendes Angebot für Erstkäufer war.
Über die ersten Versuche interkontinentaler Co-Autorenschaft mittels Datenübertragung per Modem, über die Cut&Paste-Techniken, die William Gibson und Bruce Sterling für The Difference Engine anwandten.
Über die künstlerischen Freiheiten, die Schriftsteller hinzugewonnen haben, indem sie nicht mehr nur Lieferanten von Rohtext sind, sondern selbst zum Schriftsetzer, Layouter werden oder gar ein eigenes Schriftsystem für ihr Werk entwerfen, wie Kamau Brathwaite.
Aber daneben ist dieses Buch wertvoll als wissenschaftliche Dokumentation des status quo ante, bevor wir alles, was wir bisher erschufen, in den Fleischwolf Generative KI stopften und glaubten, uns ab jetzt unseren eigenen Roman aus zwei oder drei prompts generieren zu können.
Legacy-Textverarbeitung
Natürlich stürzt so ein Buch einen Teilzeit-Retroman(t)iker wie mich in ein rabbit hole, in dem sich die alten Textverarbeitungen verstecken gegenseitig Tee servieren. Meine erste war wohl StarWriter 7 für DOS, ein Urahn des heutigen LibreOffice. Dann StarOffice (über OpenOffice zu LibreOffice) auf OS/2. Dann eine Zeitlang gar nichts, weil alles zu Schreibende beruflicher Natur war und dort Microsoft Word gesetzt ist. Bis ich heute eigentlich reflexhaft zu iA Writer greife, wenn ich Buchstaben aneinanderreihen will. Auch / eben weil es der Feature-Flut der ausgewachsenen Office Suites ein Minimum an Funktion entgegensetzt, und damit Ablenkungen vermeiden hilft.
Verpasst habe ich, auf Grund meiner (hüstel) Jugend WordStar, dessen Geschichte ein für Software-Entwickler oder Product Owner interessantes Detail enthält: Nachdem es jahrelang keine Updates für Version 3.3 gab, weil der Hauptentwickler sich herausgezogen hatte und die Codebasis vermutlich am Ende der Wartbarkeit angekommen war, plus eine Neuentwicklung unter dem Namen WordStar 2000 gefloppt hatte, erschien als Version 4 … der WordStar-Clon NewStar. NewStar wiederum war Jahre vorher von frustrierten WordStar-Entwicklern gegründet worden und hatte eine komplett kompatible Neufassung von WordStar aufgelegt, die das Bedienkonzept und das Dateiformat beibehielt, aber die Fehler und Unzulänglichkeiten, die im Laufe der Jahre deutlich geworden waren, ausbesserte. Dieser Klon kehrte „nach Hause“ zurück und ermöglichte WordStar das Überleben bis Word und Windows aller Konkurrenz den Garaus machten.
WordStar 7, die letzte für DOS erschienene Version, lässt sich heute in einer DOSBOX verwenden, zu finden hier: https://sfwriter.com/ws7.htm
Von WordStar gab es vor zwei Jahren eine kurz gehypte Neuauflage namens WordTsar. Und was von WordStar bleiben wird, solange wir Texte über Tastaturen eingeben, sind die Tastenkürzel wie der legendäre Diamand und die Befehle zur Manipulation (Cut, Copy, Paste) von Textblöcken. Sehr schön und ausführlich erklärt in AN INTERFACE DESIGNED FOR TOUCH TYPISTS
Und auch WordPerfect, das WordStar vom Thron stürzte, über dessen erste Jahre W E Pete Peterson aus erster Hand in Almost Perfect berichtet, habe ich verpasst. WordPerfect 5.1 für DOS war für eine Zeit der Gold-Standard.
Es war Anfang der 1990er, als alle großen Software-Häuser (ja, damals gab es mehr als Microsoft) plötzlich merkten, dass Microsoft sich mit Office anschickte, ihnen breakfast, lunch and dinner wegzufuttern, auch eine Office Suite brauchten. WordPerfect und Borland schmissen ihre Produkte zusammen, was sich diverse Übernahmen später (Novell kaufte WordPerfect) dann bei Corel als WordPerfect Office wiederfand. Davon habe ich mir spaßeshalber die Version 7 von circa 1996 gekauft, um mir das mal endlich persönlich anzuschauen. Eine aktuelle Professional-Version kostet auf wordperfect.com rund 400 USD. Wäre mal interessant zu erfahren, wie viele Leute an
Die dritte der damals entstandenen Office Suites, die Lotus SmartSuite hatte als Textverarbeitung AmiPro bzw. den Rewrite WordPro dabei, mit dem ich mich aber höchstens mal am Rande auseinandergesetzt habe. Die letzte Version der SmartSuite gibt es wohl auch zum freien Download in diesem Internet.
Neulich durfte ich einer Verwandten helfen, Daten von einem 2006er Macbook (dem wohl ersten mit intel Core Duo Chips) zu retten. Das Macbook war bis 2013 in Benutzung gewesen und hatte die letzten knapp 12 Jahre unbeachtet im Regal verschlafen.
Das Netzteil war inzwischen verloren gegangen. Man kann solche MagSafe 1-Netzteile noch nachkaufen, aber mir ist dieser nette Adapter über den Weg gelaufen, der aus USB-C MagSafe 1 macht. Spart Kabel und Trafo, nimmt in der Bastelkiste wenig Platz weg, funktioniert.
Das Macbook war etwas ramponiert, der eingebaute Monitor glitchte in fast allen Stellungen (Flackern, durchlaufendes Bild) und der Tastatur fehlte ein Zahn A, aber:
Strom über den MagSafe-Adapter wurde klaglos akzeptiert, sogar der Akku lud noch ein wenig.
Die Anzeige ließ sich über eine Adapterkette miniDVI => DVI => HDMI auf einen externen Monitor holen, den internen kann man mit Shortcut (Cmd➕Fn➕1) abschalten.
USB-Mäuse und -Tastaturen wurden erkannt, und damit war die fehlende A-Taste auf der eingebauten Tastatur kein Thema mehr
MacOS X 10.5.7 konnte sich auch noch mit dem WPA-2-WLAN verbinden.
Das Synology NAS bietet (unter Widerstreben) noch das Apple File Protocol an, und auf diesem Weg wurden die Daten des Notebooks dann auch gesichert, denn SMB2 mochte Mac OS X dann doch nicht mitmachen.
Zu guter Letzt spuckte das CD-Laufwerk auch noch eine CD mit Urlaubsbildern aus.
Eigentlich schade, dass die Hardware recht abgenutzt ist. Wäre ein nettes kleines „Schaut mal, wie schön Mac OS X auf dem Höhepunkt der brushed metal-Ära war“-Demo-Objekt.
Zu meinem Geburtstag schenke ich mir WhatsApp. Ich lösche die App. Viele Bekannte sind per WhatsApp-Status oder persönlicher Nachricht seit einem Monat informiert und werden es noch zwei-, drei Mal.
Gründe, warum WhatsApp und alles andere von Meta (Facebook, Instagram) für mich nicht mehr gehen, gibt es schon lange viele (siehe unten). Erst einmal geht es hier um Ersatz. Das ist wirklich einfach: Signal.
Signal wird von einer Stiftung betrieben, der man Geld spenden kann und als Nutzer auch sollte. Signal baut auf den gleichen kryptografischen Standards auf wie WhatsApp, hat in diesen Bereichen Pionierarbeit geleistet, die in der Gemeinschaft der Kryptologen immer hohes Ansehen genossen hat und weiterhin genießt.
Ende-zu-Ende verschlüsselt (d.h. niemand sieht den Inhalt Deiner Nachrichte auf dem Weg zwischen euren Smartphones) sind beide. Nur pinkelt Meta/WhatsApp halt in die beiden Enden rein. Nimmt sich neuerdings das Recht, meine Chats als „KI-Trainingsdaten“ zu verarbeiten.
Das ist anders. Was ist gleich? Die Benutzererfahrung:
Es gibt Chats mit Einzelpersonen und Gruppen.
Ich kann weiterhin Bilder, Video, Status (heißt bei Signal Story) in die Welt schicken.
Die Apps sehen sich ähnlich und bedienen sich auch ähnlich.
Für beide Systeme gibt es auch Desktop-Anwendungen, die mit der Smartphone-App einmal verbunden werden. Dann kann man Chats auch auf dem PC führen.
Beide setzen auf die Mobilnummer, um meine Kontakte zu finden.
Signal bietet zusätzlich eine UserID, die ich zum Beispiel bei Social Media-Profilen angeben kann, wenn ich meine Mobilnummer nicht rausgeben möchte.
Links Signal, rechts WhatsApp, letzteres mit den beiden Durchreichen zur Meta-KI rot markiert.
Und jetzt das Beste daran: Viele meiner WhatsApp-Kontakte sind schon auf Signal. Es gibt in Gruppen von fünf oder sechs Leuten meistens noch eine:n, den/die man noch zu Signal holen muss. Da es nichts kostet und sich super-ähnlich bedient, hoffe ich, dass meine fehlenden Kontakte diese Hürde Schwelle noch nehmen werden, bevor es Ende des Monats heißt:
„App löschen“
Ein paar Artikel aus den vergangenen Tagen zu Meta und WhatsApp:
EOL: End of Life, Informationstechnik-Deutsch für „Jetzt ist Schicht.“
Kryptographie: Verschlüsselung, hier: Verschlüsselung der zwischen den Smartphones ausgetauschten Nachrichten. Bei Signal wird nicht nur die Nachricht selbst verschlüsselt, sondern auch die Metadaten, z.B. Sender und Empfänger, die Sende- und Empfangs-Zeitstempel.
Anderer Ersatz: Es gibt haufenweise mehr oder weniger vertrauenswürdige Alternativen zu WhatsApp. Oft wird z.B. der schweizer Messenger Threema genannt. Mike Kuketz gibt sich viel Mühe, seine Messenger Matrix auf dem neuesten Stand zu halten. Wer Signal nicht mag, oder einen Messenger für bestimmte Sicherheits-Szenarien sucht, wird dort fündig.
Ich bin schon seit vielen Jahren Amazon Prime-Kunde. Wegen der Bequemlichkeit, allen möglichen Kleinkram und auch größere Unterhaltungselektronik (gibt’s das noch?) unkompliziert, ohne Nachdenken zu bestellen. Und nun kommen ein paar Dinge zusammen:
Ich habe auf Amazon Prime Video nicht viel angeschaut, das Kind schon. Seit ein paar Monaten drückt Amazon Werbung ins Programm. Ähem?, dachte ich.
Vor einigen Jahren hat Amazon-Gründer Jeff Bezos die Zeitung Washington Post gekauft. Well, dachte ich, dann haben die in der allgemeinen Zeitungskrise ja ein solides finanzielles Fundament. Stellt sich raus, Bezos ist bestrebt, tief in den Enddarm von Nummer 45/47 vorzudringen. Und seiner ehemals renommierten Zeitung in die editorischen Standards zu pinkeln.
Amazon Echo Geräte bzw. ihre smarten Alexa Assitenten hören zu und leiten ab demnächst alles in die Amazon Cloud weiter. Das wird diesen Geräten mehr AI-Fähigkeiten geben, weil eben die Cloud und nicht nur das kleine Gerät die gestellte Anfrage bearbeiten kann. Die bisherige Option, Gehörtes nur lokal auf dem Gerät zu verarbeiten, wird abgeschaltet. Alexa hört also mit Cloud-Anbindung mit. Die Änderung betrifft nur auf Englisch eingestellte Geräte, auf Deutsch betriebene Geräte funken schon immer alles in die Cloud. Alexa will send all recordings to Amazon
Amazon möchte in den USA eine (weitere) Behörde als nicht verfassungsgemäß abgeschafft wissen, nämlich die Consumer Product Safety Commission, die für Produktrückrufe zuständig ist. Sie zwingt Amazon zum Beispiel dazu, nicht regelkonforme aus China importierte Produkte zurückzurufen. „US-Verbraucherschutzbehörde ist verfassungswidrig“
Fazit: Bezos ist mit Musk, Zuckerberg et al. fleißig mit dabei, die USA als (halbwegs) funktionierenden Staat abzuschaffen. Will ich ihn mit weiteren Einkäufen bei seinem Unternehmen unterstützen? Die Antwort kann, wie bei allem was von Zuckerberg/Meta kommt, nur Nein lauten.
Kurze Notiz, welche Dienste ich für beim Internet-Zeugs benutze, und ja, ich setze seit längerem auf europäische Dienstleister.
uberspace.de ist der Hosting-Dienst hinter dieser Website. Ihr Hosting-Angebot ist sehr offen, ihr Handbuch geht tief in die Details und ihre gemeinsam mit den Nutzern erstellte How-To-Sammlung Uberlab zeigt, wie man so ziemlich jede für self-hosting geeignete Software in Betrieb nehmen kann.
inwx.de verwende ich zur Domain-Verwaltung. Die Preise für gängige TopLevel-Domains finde ich fair bis günstig, der Dienst tut eine Sache und die gut. Ich habe auch komplette Kontrolle über die Domain Name Server-Einträge für meine Domains. Ich schaue, dass ich jederzeit ein gewisses Guthaben dort habe, so dass Domain-Verlängerungen immer automatisch vorgenommen und aus dem Guthaben abgebucht werden. Zum guten Service gehört auch, dass mehrere Tage vor der Verlängerung eine Hinweis-Mail kommt, so dass man noch kurz darüber nachdenken kann, ob man diese Domain wirklich eines schönen Tages mal mit was Sinnvollem bespielen will.
mailbox.org ist mein E-Mail-Provider, der im Basistarif für einen Euro sehr viel mehr kann als web.de, gmx.de oder (schauder!) Google Mail und Outlook. Seine Superkraft heißt DSGVO. Der Dienst wird in Deutschland betrieben und hat keine (mir bekannten) Abhänigkeiten auf irgendwelche Cloud-Dienste. Meine Mail ist privat und nicht Beute für irgendwelche „Werbetreibende“ oder KI-Trainer. Zumindest auf meiner Seite. Wäre schön, wenn auch ihr eure Mail zu mailbox.org, posteo.de, tutanota umziehen würdet!
Strategisch nicht ungeschickt und durch Vermeiden eines Impulskaufs am Süßigkeiten-Stand der Autobahnraststätte leicht gegenfinanziert ist es, einen Mail-Account bei einem zweiten dieser Anbieter zu haben, diesen aber nur als zweite Adresse für Passwort-Reset-Mails einzusetzen.
Zu mailbox.org kann man auch eine eigene Domain mitbringen. In Verbindung mit inwx.de, die wie gesagt Zugriff auf alle Records ihrer Nameserver ermöglichen, kann man die notwendigen Dinge für Spam-Vermeidung (DKIM, …) setzen und dann z.B. Dienste-spezifische Mail-Aliasse anlegen. murkelpay@example.de und maxi-amex@example.de zum Beispiel. Wenn ihr die murkelpay-Adresse nur für PayPal nutzt, könnt ihr die meiste Phishing-Mail daran erkennen, dass sie eben nicht an diese Adresse gerichtet ist.
@schoedland@digitalcourage.social ist mein Handle im sozialen Netzwerk Mastodon. Hinter dem Namen verbirgt sich eine Menge miteinander vernetzter Server, die gemeinsam das sogenannte Fediverse (Fedi = föderiert, Verse = Uni/Multiversum) bilden. Ähnlich wie ich ja auch E-Mail an Menschen schicken kann, die bei anderen Diensten zuhause sind, kommen meine total relevanten Posts auch bei allen anderen Servern und ihren Anwendern an, ohne dass es einen zentralen Betreiber wie Meta (Facebook, Instagram) oder tiktok dabei gibt. Und! Ohne dass ein Algorithmus meine Beiträge umsortiert, pusht oder unterdrückt. Sie landen einfach in der Timeline der Menschen, die mir folgen. Tatsächlich werden viele Fediverse-Server ehrenamtlich / auf Spendenbasis betrieben, oder so wie meiner gegen ein geringes Entgelt (ein Euro im Monat) von einem Verein, hier digitalcourage.de.
(Wird ergänzt, falls mir noch was relevantes einfällt.)
Gott, ja, wer von uns hat nicht einen oder drei angefangene Romane in der Schreibtischschublade. Für wenn’s mal ernst wird, hier ein paar Werkzeuge und Tipps.
Sensitivity Reading
Eine Vernetzungsplattform für Menschen, die meinen Text auf überkommene, falsche, verletztende Darstellungen von marginalisierten Gruppen gegenlesen.
Doch wie schreibt man über Themen, die außerhalb der eigenen Erfahrung oder Zugehörigkeit liegen? Wie kann man die Lebenswelt und das Gefühl von marginalisierten Personen in Worte fassen, wenn die Referenz fehlt? Was ist eine authentische Darstellung und wie findet man heraus, ob sich nicht unabsichtlich abwertenden Beschreibungen wie Mikroaggressionen in den Text geschlichen haben?
Lektorin Victoria Linnea hat einen reichen Fundus an ganz speziellen Schreibtipps, z.B. zur Gestaltung eines Spannungsbogens in drei, fünf oder sieben Phasen oder wie man die Stimme einer Romanfigur findet.
Eine Königreich für eine Karte von einem Königreich
Und wenn dann der Palast der Zwerge ins Bergmassiv gemeißelt ist, die Elfen ihre feinen Waldhütten frisch bezogen und die Heldin ihre Reise begonnen hat, braucht sie (oder die Leser*innen, die ihr folgen wollen) eine Karte. Die kann man mit diversen Tools inzwischen selber basteln oder generieren, oder man findet eine Illustratorin, die das von Hand macht.
Ein Service, mit dem ich Links zu einem Song oder zu einem Album so teilen kann, dass jede einen passenden Link zu ihrem Streaming-Service findet? Odesli/Songlink, z.B. hier für Silver Shadow von Slowly Rolling Camera.
Alice Watson stellt auf Codeberg ein Repository zusammen, in dem sie invasive Werkzeuge (wie Gesichtserkennung oder Account-Zusammenführung) zeigt und Abwehrmaßnahmen gegen sie vorstellt. WIP.
Ein Newsletter über journalistische Online-Recherche. Erweitere deinen persönlichen Werkzeugkasten um praktische Tools, Add-ons und Datenbanken. Lerne von Kolleg*innen, die im Newsletter-Interview ihre Recherchewege zeigen.
Eine Sammlung von Werkzeugen und Techniken für das Extrahieren von Informationen aus verschiedenen Plattformen und was sich mit diesen Daten anfangen lässt. Leider auf Substack …
z.B. Ausgabe 32 mit Tools zur Extraktion von Texten aus PDFs und zum Vergleich von zwei PDFs miteinander, z.B. von zwei Arbeitsständen eines Vertrags- oder Gesetzesentwurfs.
z.B Ausgabe 25 mit verschiedenen Tools, Instagram konnten ohne Instagram-Zugang zu betrachten und herunterzuladen, inklusive einer Vorstellung von Likeometer, einer Influencer-Datenbank. Dazu ein Interview mit einer Journalistin, die sich auf Instagram in eine Gruppe von Proponenten der Magersucht eingeklinkt hat.
z.B. Ausgabe 45 in der andere Recherche-Tool-Sammlungen vorgestellt werden.
Bubble Blog, a Web 2.0 Memoir
Der Gründer von ReadWriteWeb hat eine umfangreiche Chronik über das Web 2.0 geschrieben. Ich habe das bisher nur stückchenweise gelesen und bin geneigt, mir eher das Buch zu kaufen, wenn ich mal Zeit habe™
I cleared my throat and told him that my blog’s name was inspired by the first browser, which he had developed in the early nineties and called (rather confusingly) WorldWideWeb. It was a read/write browser, meaning you could not only browse and read content, but also create and edit it. The web browser that popularized the web a few years later—Marc Andreessen’s Mosaic—was read-only; it had only half the functionality of Tim’s original browser. Anyway, I told Tim—and I was stuttering myself by this point—that his read/write philosophy had been a huge inspiration to me.
Hundred Rabbits is an artist collective that documents low-tech solutions with the hope of building a more resilient future. We live and work aboard a 10m sailboat named Pino in remote parts of the world to learn more about how technology degrades beyond the shores of the western world.
Zwei Menschen auf einem Segelboot beschreiben, wie sie ihre digitale Arbeit mit dem machen, was es eben auf dem Meer gibt. Zum Beispiel keine permanente Internet-Anbindung, das gibt es nur in Landnähe oder einem Hafen; keine Steckdose mit einem verlässlichen Stromnetz, Strom kommt von der Sonne und muss über Photovoltaik eingefangen werden. Wasser nimmt man im Hafen an Bord; Regenwasser ist kein Trinkwasser, aber gut genug für Abwasch etc.
Software has a big impact on productivity, they need to be reliable and fast. Those that require heavy updates, that have a high CPU usage and that need frequent connectivity to function are problematic for us. Much of the software on the market is designed by people living on the grid with unlimited access to internet. Tools locking up at sea, asking for a connection to continue working don’t float on a boat. Adobe products are a good example, as they require an internet connection periodically for subscription validation. If away from big cities, you may open your computer in an atoll to find that you no longer have access to the tool you need to get things done. Choosing a tool that doesn’t require a subscription is essential for working nomads that don’t have a reliable connection.
First defined by sociologist Ray Oldenburg in his 1989 book The Great Good Place, third places are settings a person frequents beyond their home (the first place) and work (the second place). Third places can include more traditional settings like places of worship, community and recreation centers, parks, and social clubs, but also encompass bars, gyms, malls, makeshift clubhouses in neighborhoods, and even virtual settings like Nextdoor.
Eine Reihe von Newsletter-Ausgaben über die Entstehungsgeschichte der RISC-V Prozessor-Architektur. Für alle, die sich für das Design dieser recht neuen ISA (Instruction Set Architecture) und ihre Wurzel interessieren.
The Berkeley team asked the question ‘Are we crazy not to use a standard ISA?’ before noting that existing standard ISAs (x86, ARM and GPUs) would probably be too complex for a university project anyway.
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The new ISA was designed to support 32 and 64-bit variants (designated RV32 and RV64), multi-core implementations and floating point operations. Crucially, it was also designed to allow processor designers to add their own extensions to the architecture.
And the ISA was was very simple indeed. The minimum implementation of RV32 described in the first manual had just 47 instructions.
[…]
In 2014, the team returned to the original motivation behind the development of RISC-V. The paper ‘Instruction Sets Should Be Free: The Case For RISC-V’ by Asanović and Patterson sets out the case for an open and free ISA. The paper states that: “While instruction set architectures (ISAs) may be proprietary for historical or business reasons, there is no good technical reason for the lack of free, open ISAs”.