Manchmal brauche ich „Hirn-Downtime“, eine Ablenkung, die es meinem Hirn ermöglicht, im Hintergrund Sachverhalte zu verarbeiten, während vorne herum etwas läuft, was andere Hirnareale beansprucht. Zumindest ist das meine Theorie von mir.
Freunde vom Spieleabend haben mich auf Hay Day aufmerksam gemacht, eine von tausend Farm-Simulationen, mit dem Warnhinweis: Kann süchtig machen! Ich geben diesen Hinweis hier gerne weiter.
Im Prinzip geht es darum, Feldfrüchte anzubauen. Die werden dann in mit jedem Level komplizierter werdenden Wertschöpfungsketten veredelt: Die Milch wird zu Käse, der Käse zu Kuchen, der Kuchen zur besonderen Torte usw.
Es ist ein kommerzielles Spiel und mit den als „Produktionszeiten“ kaschierten künstlichen Wartezeiten darauf ausgelegt, den Spielenden Geld für Beschleuniger aus der Tasche zu ziehen. Es gibt verschiedene Währungen, Münzen, Diamanten, Schlüssel und saisonale Währungen (Schau dir das mal an, EZB!) Die kann man alle mit echten Euros kaufen, Sinn macht das aber nur für die Diamanten. Das kann richtig ins Geld gehen, wenn, siehe oben, ein Suchtverhalten entsteht.
Tipps für Einsteiger
Ich gehe aktuell den Weg, jeweils das Dreifach-Angebot am Monatsanfang anzunehmen. Für 15 Euro gibt es den Farm-Pass und zwei andere Pass genannte Dinge, die aber alle gemeinsam haben, dass man für gewöhnliche In-Game-Aktivitäten Diamanten und andere nützliche Gegenstände bekommt. Das ist mir genug Schmiere, auf weiter Angebote reagiere ich ablehnend.
Wie bei solchen Spielen üblich, muss man ein wenig grinden, um voran zu kommen. Regelmäßig nach den Feldfrüchten sehen, Obstbäume und -Sträucher in Schuss halten, die Produktionskapazitäten nach und nach ausbauen. Aktuell stehe ich bei Level 50 und die absolute Engpass-Ressource ist die Molkerei, weil Milchprodukte wie Sahne, Käse und Butter für viele weitere Produkte gebraucht werden. Mir reichen meine 10 Kühe, um die Molkerei auszulasten. Auch bei den Ziegen, die Ziegenmilch liefern, die ebenfalls durch die Molkerei muss, um zu Feta zu werden, bleibe ich vorerst bei acht.
Neben der Farm gibt es noch den Angelbereich (Fische, Hummer, Enten), das Tal, in dem man Waren mit dem Lieferwagen an Privatleute und Geschäfte verkauft, und die Stadt. Bei der Stadt habe ich lange nicht kapiert, wie man die Gebäude verbessert. Ressourcen dafür (Hammer, Bohrer, Farbe) geben die Stadtbesucher (die Umsatzquelle) nur in sehr geringen Mengen ab. Der Stadtausbau läuft daher am besten über den Katalog, in dem andere Spieler ihre Überschüsse anpreisen. Und, wie auch immer sie daran gekommen sind, diese Spieler haben gerne mal fünf Farbeimer und zehn Handbohrer für billiges (In-Game-) Geld im Angebot.
(wird vielleicht ergänzt)
