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Insights in Lyrics

Sätze, Zeilen aus Liedern, die mir nachhängen. (Sammelbeitrag, wird fallweise ergänzt.)

Whole Thing

Sometimes I can’t remember

Sometimes I can’t forget

„Whole Thing“, erschienen auf „Big Blue Ball“

Graceland

And she said, „losing love

Is like a window in your heart

Everybody sees you’re blown apart

Everybody sees the wind blow“

„Graceland“, Paul Simon (YouTube)

Fahler als nur fahl

Wie im weggerauchten Skatspiel

Manche Damen aussehen

Wenn der Wind sie von der Halle

Zurück in ihr Appartement weht

„Fahler als nur fahl“ (YouTube) von Erdmöbel, eine fantastische Übertragung ins Deutsche des Klassikers A Whiter Shade of Pale

Everybody Knows

Everybody knows that you’ve been faithful

Oh, give or take a night or two

Everybody knows you’ve been discreet

But there were so many people you just had to meet

Without your clothes

Everybody knows

„Everybody Knows“ von Leonard Cohen, auch von seiner langjährigen Kollaboratorin Sharon Robinson (YouTube)
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kunst lesestoff musik patriarchie

Janelle Monáe: The Memory Librarian

Pile of Shame: Incoming

Als ob ich nicht schon genügend Bücher neben dem Bett liegen hätte, die verzweifelt verstaubt darauf warten, gelesen zu werden, bringen Die Leute© ständig neue interessante Sachen heraus. Daher demnächst auf einem Pile of Shame® in meiner Nähe.

In the collection of stories, Monáe and the other writers build on the album’s „Afrofuturistic world“ by „exploring how different threads of liberation — queerness, race, gender plurality, and love — become tangled with future possibilities of memory and time in such a totalitarian landscape…and what the costs might be when trying to unravel and weave them into freedoms,“ according to the press release.

Janelle Monáe Pens Collection of Short Stories Based on ‚Afrofuturistic World‘ of Dirty Computer

Janelle Monáe macht aufregend schöne, moderne Musik, zuletzt auf einem LongPlayer namens Dirty Computer, unter anderem mit den Zeilen:

Everything is sex

Except sex, which is power

You know power is just sex

Now ask yourself who’s screwing you

„Screwed“ by Janelle Monáe on Youtube, Lyrics in der Beschreibung

Ach so, ja, Schauspielerin ist sie auch, und nun auch noch Autorin. More power to you, Janelle!

Veröffentlichung am 19. April 2022.

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musik

Frische Musik: Joy Bogat

Heute mit “It’s Different Now” von Joy Bogat. Ganz feiner R&B mit einer frischen Stimme. Zum Rein-/Ankuscheln.

Darauf vereint die in Hannover lebende Musikerin NeoSoul, Alternative-RnB, HipHop und IndiePop zu einem warmen, groovenden Sound, getragen von ihrer außergewöhnlichen Stimme.

https://joybogatmusic.com

Natürlich auf Bandcamp gekauft, damit unsere Artists was zu futtern haben:

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Frische Musik

Eine gute Woche, was frische Musik angeht: Es gibt altes Material von Radiohead und neue Alben von Tori Amos und Joan As Police Woman.

Um Kid Amnesiac wird ja allerorts genug Wirbel gemacht, daher hier zu Tori Amos, die mit Ocean to Ocean ein Album herausgebracht hat, das ich von Instrumentierung und Entspanntheit des Songwritings in eine Reihe mit Scarlet’s Walk und The Beekeeper stellen möchte. Als meine Lieblings-Songs haben sich recht schnell etabliert:

  • Spies („Knowing this may help you make, make it through the night on lullabies“)
  • Metal Water Wood (Was auch von einem 1980er Kate Bush-Album durch die Zeit in Toris Hände gefallen sein könnte.)
  • 29 Years („On her weapon my fingerprints“)

[T]he wonderfully eccentric Spies – with its locomotive bass and drums and its mentions of aardvarks – is an account of the bats and other creepy-crawlies that entered the Cornish house at night during the July heatwave and terrorised her daughter, asleep in the sitting room.

[…]

It is no coincidence that the songs which emerged from the darkest places are the ones that sound most like Amos’s earliest material. The exquisite plea of “take my shattered dreams” in “Metal Water Wood” recalls the most moving moments of “Jackie’s Strength”.

ToriAmos.com: Story

Plus, ein Interview über den Entstehungsprozess des Albums und Tour-Pläne: Tori Amos on her new album Ocean to Ocean (SuperDeluxeEdition)

Und dann ist da The Solution Is Restless von Joan As Police Woman mit Tony Allen und Dave Okumu, ein ganz fantastischer Jam!

Joan und Tony Allen spielten zusammen mit Dave Okumu in einem Pariser Studio 2019 das Material ein, das Joan dann während des Lockdowns in Songs umarbeitete und mit ihren Lyrics ergänzte. Ein wundervolles Album, ob zum einfach laufen lassen, oder zum dazu bewegen oder darüber nachdenken oder …

Bitte Künstlerinnen unterstützen und auf Bandcamp kaufen 🙂

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musik

Nick Cave beantwortet Fan-Post

Entschuldigung, bitte, wo gibt es sowas denn noch? Nick Cave, von Nick Cave and the Bad Seeds &c. beantwortet auf seiner Website Fragen von seinen Fans. Und wie nett er das macht. Respect!

Hier zum Umgang mit Trauer:

Eventually, your aunt will come back to you. It may be soon, or it may take some time. This feat will be achieved through astonishing courage and will most likely be tentative and gradual. She will look around to see who is there. Some may have drifted away, the reach of their compassion unable to match the magnitude of your aunt’s despair, but let me just say this—those who persisted, she will never forget, for to remain steadfast on the borders of another’s grief may be the greatest, most holy act of love one can perform. Be patient with Aunt Marnie.

I’m writing to you on behalf of my Aunt Marnie as she can’t. She’s consumed by grief.

Manchmal sind auch die Fans die Poeten:

I now have two young sons Max and Joey. They enjoy listening to your music, they dance around the living room. Joey is an emotional lightning rod who feels the world more intensely than anyone I have ever met. Little Max cannot speak yet, but he sings, and when he smiles you can see clear through into his soul. One day when they are old enough to really understand, I will tell them that you came from here. I will tell them that they can aspire to be more than a person from a place, and maybe they will not end up like their father.

Dear Mr Cave, Do you ever suffer from self-doubt?

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musik

Thom Yorke Duetts und Radiohead Music Theory

Natürlich Jahre zu spät zur Party, sein 50ster war 2018, hier eine schöne Zusammenstellung von Duetten verschiedener Künstler mit Thom Yorke. z.B. über ein Duett mit P.J.Harvey:

Nach einem Jahrzehnt voller dreckiger und düsterer Alben wollte Polly Jean Harvey im Jahr 2000 ein Album voller Schönheit schreiben. (…) „This Mess We‘re In“ wirkt wie ein Update auf alte Duette à la Nancy Sinatra und Lee Hazlewood, nur mit getauschten Gendern: Yorke singt die hohen Parts mit schwereloser Grazie, während Harvey die Tiefen erdet. Gemeinsam umgarnen sie sich wie zwei zum Scheitern verurteilte Liebende, fernab von Geschlechtergrenzen, Raum und Zeit.

Thom Yorke wird 50: seine sechs besten Gastauftritte

Tolle, quasi-musikwissenschaftliche Auseinandersetzungen mit einigen Radiohead-Songs-Werken:

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BitTorrent – es kommt darauf an, was man daraus macht!

(Erstveröffentlicht am 26.05.2005, durch Streaming ist der Aufhänger zwischenzeitlich ein wenig aus der Mode. Leider nicht aus der Mode ist – siehe Nachbemerkung – die Verlagerung der Verbrechensbekämpfung ins weite Vorfeld. Ich sage nur „potentieller Gefährder“ – potentiell sind wir alle gefährlich!)

Oder auch: Für die einen ist es ein Distributionskanal, für die anderen die größte Bedrohung seit 9/11.

U.S. Jacks Torrent Site

… what the government is calling the first criminal law enforcement action against BitTorrent users. […] The raids came less than a week after the Motion Picture Association of America publicly slammed BitTorrent for accelerating the spread of a pirated copy of Revenge of the Sith.

Prix Ars Electronica: Sonderpreis für BitTorrent

… Das „genial einfache Prinzip“ der Superdistribution von BitTorrent würde „Künstlern auf gemeinschaftliche Art und Weise helfen, ihre Arbeit auch weiterhin im Sinne der ‚free software‘-Idee zur Verfügung stellen zu können“.

What is BitTorrent?

BitTorrent is a free speech tool.

BitTorrent gives you the same freedom to publish previously enjoyed by only a select few with special equipment and lots of money. („Freedom of the press is limited to those who own one“ — journalist A.J. Liebling.)

What is BitTorrent? (Text von damals®, Mai 2005)

Worum es geht? Um die Freiheit, Profite zu machen (StarWars, Film- & Musikindustrie), um die Freiheit (lies: technische Möglichkeit) Kunstwerke zu verteilen (Ars Electronica), um die Freiheit (lies: ethische Möglichkeit), mit dem persönlichen Computer Dinge zu tun, die einem persönlich gefallen – auch widerrechtliche.

Die Film- & Musikindustrie ist im Augenblick der Meinung, widerrechtliches schon in den Ansätzen bekämpfen zu dürfen. Eine Art „Minority Report“ PreCrimeUnit. „Er hat ans Raubkopieren gedacht – sofort verhaften!“

Auch Windows Longhorn wird wahrscheinlich mit einer PreCrime-Funktion ausgestattet sein, die es ein für alle mal verhindert, dass der Benutzer etwas verbotenes tut

Das aber selbstverständlich nur, bis findige Leute entweder den einen Fehler in der Software-Schicht namens NGSCB (Next Generation Secure Computing Base) entdecken. Oder der Markt (das sind im Zweifel Sie, verehrter Leser!) einfach kein Longhorn kaufen, sondern bei Windows XP oder gar Windows 2000 bleiben. Oder mal Linux installieren. Oder sich einen Mac kaufen (wobei man sich beim Film-affinen Steven Jobs nicht sicher sein kann, dass er uns auch einen Kopierschutz auf’s Auge drückt).

Leider greift dieses PreCrime-Gehabe immer weiter um sich. Die Umkehr der Beweislast steht kurz bevor. „Beweisen Sie uns, dass Sie

  • nicht zu schnell gefahren sind
  • nicht die Lyrics ihrer Lieblings-CD auswendig gelernt haben(Verstoß gegen das Urheberrecht, wenn Sie den Song ohne Lizenz von der Gema unter der Dusche singen!)
  • nicht zum Randalieren auf die WM wollen (Vorbeuge-Gewahrsam gegen bekannte Fußball-Rowdies.)
  • nicht geklaut haben (Sie heben doch sicher von allem die Rechnung auf, oder?)
  • nicht den X umgebracht haben“ (Wir haben da Gene am Tatort gefunden, die den Ihren verdammt ähnlich sehen!)

Das werden lustige Zeiten!

Update 2021: Der Trend zur Verlagerung der Strafbarkeit ins Vorfeld ist leider seit 2005 ungebrochen. Nicht nur in Sachen Software-/Film-/Musik-Piraterie, sondern in eigentlich allen Grundrechts-relevanten Bereichen.

Beispielsweise diskutiert im lawblog:

Das grundsätzliche Problem ist hier die extreme Vorverlagerung der Strafbarkeit. Strafbar ist quasi schon die Vorbereitung der Vorbereitung. Deshalb steht der § 89aStGB auch auch bei Kritikern im Geruch der Verfassungswidrigkeit. Der Bundesgerichtshof sieht dies jedoch – zumindest bislang – anders.

Vorbereitung der Vorbereitung (lawblog.de, André Bohn)
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digital musik

Kurz-Kritik: Apple HomePod mini

Q: Warum „Kurz“?

A: Weil Gscheitere schon gscheiteres dazu geschrieben haben. Weil ich sie erst kurz im Einsatz habe. Weil ich noch nicht ansatzweise alles ausprobiert habe.

Q: Und was für „Kritik“?

A: Öhm, keine? Ich habe mir ein Stereopaar angeschafft, die jetzt rechts und links hinten auf dem Bürotisch stehen und mit diesem durch den Raum fluktuieren. (Ja, ich schieb den mal so, mal so.)

Ich habe im Büro einen Sonos Play:1, der kommt aber eben aus einer Richtung, meistens von rechts, und das stört mich bei längerem Hören. Mit den HomePods sitze ich immer direkt in der Mitte der Stereo-Basis und kriege sehr gut die Enge oder Weite eines Mixes mit.

Der Play:1 darf damit weiterziehen, denn auch klanglich bin ich mit den minis sehr zufrieden. Meine Frau beschrieb den Klang als samtig, und dem kann ich beipflichten. Sind Ohrschmeichler, die Kleinen.

Q: Ist das das Ende von Sonos?

A: Glaub ich noch nicht. Im Büro ja. Aber für „Party-Modus“ (gleicher Song im ganzen Haus) oder einen Song (zusammen mit dem Aufwachenden) von Bett an Bad weitergeben, braucht’s weiterhin einen Sonos. Ich brauche keinen Assistenten in den Wohnräumen, daher sind mir die Play:1 da ganz recht. Der Büro-Sonos darf jetzt entweder einen der anderen zu einem Stereopaar ausbauen oder ins Kinderzimmer, dann in ein eigenes Netz, damit Juniors Musikgeschmack in seinem Zimmer bleibt 🙂

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digital musik solidaritaet

bandcamp, yeah

Damit Deine Künstler*innen was zu beißen haben.

Neulich bin ich über einen Tweet gestolpert, wo eine Musikerin mal gesagt hat, was sie über Spotify mit ihrer Musik verdient. Nicht viel.

Die Menschen von basic thinking haben mal recherchiert, was die großen Musik-Streaming-Angebote so an ihre Künstler*innen auszahlen. Ist eigentlich nicht weiter erwähnenswert, so 0,00348 US-Dollar pro Stream bei Spotify. Wenn man jetzt nicht The Beatles heißt, oder wie auch immer erfolgreiche Bands heutzutage heißen, wird man davon eher nicht satt, zumindest nicht jeden Tag.

Abhilfe ist, bei den Artists direkt zu kaufen, wie damals™ bei den Radioheads, als sie In Rainbows als „Zahl was Du willst“-Download ins Internet gestellt hatten. Das kann natürlich nicht jede*r Musiker*in aus dem Boden stampfen, aber dafür gibt es ja bandcamp. Und seit ich dort angefangen habe mich umzuschauen, finde ich erstaunlich viele von „meinen“ Künstler*innen dort wieder. Grund genug, ein paar Alben zu kaufen, so wie damals™, hach!

Aus meinem Einkaufswagen:

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musik solidaritaet

„Biko“ Around The World

Ein Song von leider zeitloser Aktualität, Peter Gabriel’s Biko. Diesmal zusammen mit vielen Musikern weltweit neu aufgenommen. Ein Teil von „Peace Through Music“

Inspired by the death of anti-apartheid activist Steve Biko while in police custody, this song’s relevance still holds true with the unfortunate police brutality that continues to take place in the USA, Nigeria and many places around the world.

Peace Through Music Website